Chemie mit Haut und Haar

20.02.2017 Oft empfindet man das Fach Chemie als schwer und theoretisch, doch gerade in der Jahrgangsstufe7 binden viele Unterrichtsthemen an Bekanntes aus dem Alltag an. Nachdem in einem Unterrichtsgespräch das Thema Müll und Müllvermeidung aufgekommen war und die SchülerInnen erfahren hatten, dass Mini-Müll in Form von Mikroplastik auch in Shampoos oder Kosmetikartikeln vorhanden ist, kamen sie auf eine tolle Idee: „Können wir nicht mal selbst Shampoo und Lippenbalsam herstellen?“ Aber klar, das passt sogar zum Unterrichtsreihe „Stoffgemische“.

Nun wurden Rezepte im Internet gesucht, Zutaten bestellt und dann ging es los. Je nach persönlicher Vorliebe wurde fleißig gemischt: Soll es als Basisöl lieber Mandel- oder Olivenöl sein? Zum Aromatisieren lieber pflegendes Teebaumöl, das außerdem Läuse abschreckt, oder lieber duftendes Aprikosenkernöl? Nach zwei Stunden im Backofen kamen feste Shampoobars in Form von Schmetterlingen, Zylindern, Herzen oder Muffins heraus, die neben der Nase auch das Auge erfreuten.

Der Lippenbalsam wurde in der Schulküche aus natürlichen Zutaten wie Bienenwachs und Kakaobutter gemischt und mit Honig aromatisiert.

Als wir nach einer Woche Bilanz zogen, waren alle ganz angetan. Einige Familien wollen ihr Shampoo für die Familie sogar zukünftig in der häuslichen Küche herstellen. Wie die SchülerInnen nach dem Selbstversuch feststellten, schäumt es gut, ist praktisch, weil es nicht ausläuft, und „voll öko“ im positivsten Sinne. Ein gelungenes Projekt!

Text: Frau Stieber




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