Rotarier ehren jugendliches Engagement

 

Fleiß und Leistung lohnen sich: Vier Preisträger freuen sich über die Auszeichnung des Rotary-Clubs.

WESEL (ikl) „Jede Stiftung hat ein Ziel. Wir zeichnen junge, engagier­te, tüchtige Leute aus", erklärte Die­ter Liman, Vorsitzender der Jugend­stiftung des Rotary-Clubs Wesel-Dinslaken, gestern in der gut be­setzten Aula der Kunst- und Musik­schule Wesel: Bei der Preisverlei­hung der Stiftung wurden gleich vier Mal die Leistungen junger Menschen gewürdigt.

Die drei Einzelpreisträger Lamya Kaddor, Anna Schmidtmann und Marie Kasparek erhielten Förder­preise in Höhe von jeweils 1500 Euro, der KDG-Zirkus Butterfly wurde mit 2000 Euro bedacht. Da­mit, so Hans Pixa, Distrikt-Gover­nor der Rotarier, sollen zugleich Vorbilder geschaffen werden. Er lobte den Einsatz des Rotary-Clubs für die Jugend: „Hier wird nicht nur geredet, sondern auch gehandelt."

Anna Schmidtmann ist eine jun­ge AVG-Schülerin,  die nicht nur hervorragende Schulleistungen vorzuweisen hat, sondern auch in der DLRG, in der Kirchengemeinde und im Schulorchester mit nicht nachlassender Einsatzbereitschaft unterwegs ist. „Sie ist ein Fels in der Brandung, etwas ganz Besonde­res", betonte ihre beste Freundin Mandy Weißflog in ihrer Laudatio auf die Abiturientin.

Auch Marie Kasparek zeichnete sich nicht nur durch sehr gute No­ten aus, sondern engagierte sich unter anderem als Schulsprecherin des Gymnasiums Voerde. Ihr Bru­der Michael hob ihr ständiges La­chen, aber auch ihren Ehrgeiz her­vor: „Und sie hilft, wo sie nur kann."

Mit Lamya Kaddor wurde eine sehr bekannte junge Frau ausgezeichnet, die sich als Muslima in Deutschland unermüdlich für das interreligiöse Gespräch und einen liberalen, aufgeklärten Islam ein­setzt - jenseits aller Klischees, wie Laudator Michael Rubinstein, Ge­schäftsführer der jüdischen Ge­meinde Duisburg-Oberhausen-Wesel, unterstrich: Die islamische Wissenschaftlerin, Religionspädagogin und Buchautorin „versucht immer wieder neu, Vorurteile abzu­bauen und Brücken aufzubauen".

Zirkus in Bewegung

Seit 1991 begeistert der Zirkus Butterfly des Konrad-Duden-Gym­nasiums seine Fans - eine Kostpro­be seinen Könnens ersetzte gestern die Laudatio. Mit einer kunstvollen Jonglage knüpften die Artisten nahtlos am vorangegangenen Fest-vortrag von Dr. Thorsten Rarreck an. Der ehemalige Vereinsarzt von Schalke 04 hatte unter dem Motto „Mit Naturheilverfahren fit wie die Profis" unter anderem auf die große Bedeutung von Bewegung für die Gesundheit hervorgehoben: Kondition, aber auch Gleichgewichts­training sind unersetzlich für ein ganzheitliches Wohlbefinden. Auch hier ist Butterfly ein Vorbild.

 
 

Junge Menschen als Vorbilder

Die Stiftung des Rotary Clubs Wesel-Dinslaken verlieh gestern zum neunten Mal den Förderpreis in der Aula der Musik- und Kunstschule

Christian Consten in NRZ vom 9.11.2009

Wesel. „Die Jugend ist unsere Zukunft" - gehört habe man das oft genug, findet der Govenor des Rotary-Distriktes 1870, Hans Pixa. „Aber wir re­den nicht nur, sondern han­deln." Auf den am Sonntag in der Aula der Musik- und Kunstschule zum neunten Mal verliehenen Förderpreis der Stiftung des Rotary-Clubs Wesel-Dinslaken ist Stiftungsvor­sitzender Dieter Liman nach eigener Aussage richtig stolz. Nicht zuletzt soll der Preis sei­ne Träger als Vorbild in den Blickpunkt der Öffentlichkeit rücken.

Kirchliches und soziales Engagement

Das taten bei der Verleihung auch die Laudatoren. Mandy Weißflog stellte ihre Freundin Anna Schmidtmann vor. Die Schülerin der Jahrgangsstufe 13 am Andreas-Vesalius-Gymnasium wird für heraus­ragende schulische Leistungen sowie für soziales Engage­ment ausgezeichnet: als Akti­ve des DLRG, die sich inbe­sondere um das Veranstal­tungsangebot für Kinder verdient gemacht hat. Nicht nur, eine gute (ehemalige) Schülerin des Gymnasiums Voerde zu sein, sondern auch langjähriges Engagement da­rüber hinaus kann ebenfalls Marie Kasperek vorweisen, die sich inzwischen an der Uni Maastricht mit European Studies befasst. Ihr Bruder Michel stellte die Hünxerin vor, die dort kirchlich sehr aktiv war, unter anderem als Messdiene­rin und Lektorin.

Lamya Kaddor hat bereits einen Preis auf der Frankfurter Buchmesse bekommen, ge­meinsam mit ihrer Co-Autorin, für ein Schulbuch über den Islam. Für ihre aufklärerische Arbeit und ihr Engagement für einen deutschsprachigen Is­lamunterricht erkannte die Rotary-Stiftung der Wissen­schaftlerin (31) aus Duisburg, die in Dinslaken als Haupt­schullehrerin arbeitet, den Förderpreis (1500 €) zu. Laudator und Freund Michael Ru­binstein von der jüdischen Ge­meinde Duisburg: „Sie gehört zu einer neuen Generation deutscher Muslime."

Den vierten Preisträger, den Zirkus Butterfly vom Weseler Konrad-Duden-Gymnasium, der sich seit 1991 aus einer AG entwickelt hat, stellte Mit­gründer und Sportlehrer Klaus Schoch vor: mit einer herrli­chen Kostprobe. Denn den hu­moristischen Mini-Vortrag über die heutige Kindererzie­hung, den er als rheinländischer Professor mimte, unter­malte Jongleur Moritz Appels mit bunten Bällen - nicht nur gestisch, sondern regelrecht artistisch. Es gab tosenden Applaus. Für den Zirkus be­stand der Förderpreis in einer finanziellen Unterstützung in Höhe von 2000 Euro.

FEIERSTUNDE

Talente entdecken

Zum Programm der Preisverlei­hung zählte auch ein Vortrag des Orthopäden und ehemali­gen Schalke 04-Vereinsarztes Dr. Thorsten Rarreck über Na­turheilkunde und die Eckstei­ne einer gesunden Lebenswei­se. Am Klavier rundete Musik­schülerin Annika Becker mit Bach und Chopin die Feier­stunde auf beeindruckende Weise ab. „Wir werden weiter nach jungen Vorbildern su­chen. Es gibt sie - man muss sie nur finden und nach vorne bringen", erklärte der Präsi­dent des Rotary-Clubs Wesel-Dinslaken, Chris Gabrielse.

NRZ vom 9.11.2009

 

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