Sommerrätsel der RP

 
 

VON FRITZ SCHUBERT in RP vom 18.7.2009

WESEL Auf die RP-Leser ist Verlass. So gibt es heute nicht nur vier neue Bilder aus alter Zeit, die Sammler Werner Abresch für das Sommerrätsel zur Verfügung gestellt hat. Es gibt auch die ersten Hinweise der Leser zu den fünf historischen Aufnahmen aus Folge I vom vergangenen Samstag:

Quinta im Aaper Busch

Stark war die Resonanz auf den "Schulausflug" der Jungen in Lederhosen. Ernst-Werner Suhrborg identifizierte die Truppe als seine Quinta (sechste Klasse) am Staatlichen Gymnasium (heute KDG) im Aaper Busch - "natürlich zu Fuß". Vermutlich war es 1953. Erinnern kann sich RP-Leser Suhrborg an Hans-Gerd Lindekamp, Max Tillmann (verstorben), Jürgen Dorenburg (Schwanen-Apotheke), Jürgen Fleig (Sohn des Brückenbauers), Walter Kofent, Hugo Schulte-Terboven, Gerd Lohmann, Jürgen Lemm, Friedhelm Buschke, Winfried Goy, Jürgen von der Trappen, Horst Kostrzewa und Hans-Peter Stender.

Vollkommen perplex war Susanne van Wickeren. Sie meldete sich aus dem Schwarzwald, wo sie mit ihrem heute bei Augsburg lebenden Bruder Jürgen auf den Spuren ihres Vaters Dr. Roland Fleig wandelte. Die RP vom vergangenen Samstag hatte sie dabei, aber gar nicht gemerkt, dass ihr Bruder (4.v.r. oben) auf dem Bild zu sehen war. Das fanden dann beide sehr witzig.

Mitschüler Friedhelm Buschke aus Obrighoven rief an und steuerte Lehrer Erhard (Deutsch und Musik) bei. Dieser sei so meint er, als Konzertpianist nach Amerika gegangen. Den Ausflug ordnete er "zur Kippe" bei Gut Vinkel ein. Gemeint war Erdaushub, der beim Bau des Wesel-Datteln-Kanals angefallen war und später für die A 3 verwendet wurde. Mit Klassenkamerad Dorenburg kam Buschke zudem gestern in die Weseler Lokalredaktion. Sie präzisierten, das Bild sei an der RWE-Straße zwischen Bahnübergang und Nachtigallental aufgenommen worden. Außerdem steuerten sie die Namen Peter Scherg, Walter Klause, Helmut Becks, Schäfer, Siegfried Jaunich, Gravitz, Wolfgang van Nahmen, Wolfgang Werner, Reiner Kramps und Rütter, der bereits in der Schulzeit verstorben sei, bei. Abweichend zu Fleig außerdem Siegfried Goy und Klaus Kofent.

 


Geschichte durch Geschichten erzählen die RP-ler im Sommerrätsel mit historischen Aufnahmen des Sammlers Werner Abresch. Heute zum Beispiel über die Zylinderträger (vom 1.8.).

VON FRITZ SCHUBERT in RP vom 8.8.2009

WESEL Das Schwelgen in Erinnerungen hat auch seine Schattenseiten. RP-Leser Werner Köhler jedenfalls fühlte sich am vergangenen Samstag etwas unangenehm mit dem eigenen Alter konfrontiert, als er in Folge IV des Sommerrätsels die eigene Abiturientia entdeckte. Denn in zwei Jahren jährt sich das gezeigte Ereignis zum 50. Male. Die jungen Herren, die sich da entspannt auf dem Hof des Staatlichen Gymnasiums Wesel (heute KDG, damaliges Schulgebäude heute Amtsgericht) ein Fläschchen Bier genehmigen, haben am 1. März 1961 ihre Zeugnisse bekommen.

Dunkler Anzug und Zylinder

"Das war für uns damals ganz was Dolles", berichtet Köhler und weist auf eine "heute undenkbare Durchfallquote von 15 Prozent" hin. 16 Oberprimaner waren durchgekommen. Köhler hat Vergleiche gesucht und gefunden. So sei 1965 mit 15 Erfolgreichen die niedrigste Abiturientenzahl am "Jungengymnasium" nach dem zweiten Weltkrieg registriert worden, 1986 waren es sagenhafte 164. Das "Dolle" war seinerzeit auch das Drum und Dran. "Prüfung im dunklen Anzug. Und erst nach bestandenem Abi durfte man den Zylinder tragen", sagt Werner Köhler. "Meiner war von Opa. Für Beerdigungen." Den Zylinder-Brauch habe es bis Mitte der 60er Jahre an der Penne gegeben.

Aber der Jahrgang 1961 hatte sich auch noch was Besonderes ausgedacht und im Kunstunterricht emaillierte Abzeichen mit der Aufschrift "A 61" gefertigt. Fürs Revers, wie man auf dem Bild sehen kann. Die damals gepflanzte Eiche ist wohl dem Gerichtsparkplatz zum Opfer gefallen, seine Anstecknadel indes hat Köhler noch. Und natürlich die Erinnerung an die Mitschüler, die, weil zumeist verdeckt, nicht hundertprozentig auszumachen sind. Ganz links nimmt jedenfalls Klaus Beisken einen Schluck. Ganz rechts ist Wolfgang Heyne zu sehen. Dabei waren ferner neben Köhler Wilfried Bergmann, Karl-Heinz Bühs, Jürgen Dorenburg, Horst Kostrzewa, Wolfgang Leibrandt, Günther Orth, Wolfgang Plank, Uwe Theiss und Hans-Jürgen Thiele sowie Wilfried Böttcher, Hans Hagedorn, Günter Kahl und Max Tillmann, die mittlerweile verstorben sind. Als Dritter von rechts ist ohne Zylinder, aber mit typischer Brille der Klassenlehrer zu sehen: Oberstudienrat und stellvertretender Schulleiter Dr. Hans Höhne -genannt Billy. "Das war ein harter Hund", räumt Werner Köhler ein, lässt sonst aber nichts auf Höhne kommen. …

 

VON FRITZ SCHUBERT in RP vom 22.8.2009

WESEL RP-Leser erzählen „Ge­schichte durch Geschichten". Sie beteiligen sich mit großer Begeiste­rung und aus weiter Ferne. …

Paukerrunde der Renner

Der Renner aus Folge VI vom ver­gangenen Samstag war schlicht die „Fäte". Sie führte fast zu Klassen­treffen der Abiturientia von 1961 in der RP-Redaktion. Die Leser Wer­ner Köhler, Günter Orth und Klaus Peters machten sofort als zweiten von rechts Lehrer Dr. Ernst Aufder­haar - genannt „Kalla Jesus" - aus. Eingerahmt von Dr. Wolfgang Rie­del (l.) und Dr. Jürgen Kabiersch (r.), ganz links wurde der verstorbene Mitschüler Max Tillmann entdeckt.

An seine später, 1962, absolvierte Prüfung erinnerte sich Peters. Er musste das Goethe-Gedicht „Der Göttliche" interpretieren. „Den Vorsitz in der Abiturprüfung, die damals noch vor dem versammel­ten Lehrerkollegium stattfand, hat­te (mit Zigarre und Kaffeetasse!) Dr. Marx, der bei einer Begegnung in der Stadt immer (mit gezogenem Hut!) mit „Guten Tag, mein Sohn!“ grüßte", mailte der Leser. „Schöne Erinnerungen!" …

Aus RP vom 22.8.2009

© 2021 Konrad-Duden-Gymnasium Wesel. All rights reserved.