Aufklären mit kreativen Mitteln

 

Theater und Ausstellung zu den Themen HIV und Alkohol am Konrad-Duden-Gymnasium

NRZ, 05.11.2014

Wesel. „Die große Panik ist vorbei“, beobachtet Lennart Wallrich von der Duisburger Kindernothilfe immer wieder. Die Gefahren von HIV und AIDS seien zwar grundsätzlich bekannt, werden aber im Alltag mehr und mehr aus dem Kopf verdrängt, weiß auch Marie-Paule Neu, Kunstlehrerin am Konrad-Duden-Gymnasium (KDG). Eine nicht ganz ungefährliche Entwicklung, wenn man bedenkt, dass derzeit weltweit rund 35 Millionen Menschen mit HIV oder AIDS leben, davon 3,4 Millionen Kinder unter 15 Jahren. Das Virus ist also keinesfalls besiegt. Besonders schlimm ist die Situation in Südafrika, wo laut Lennart Wallrich vor allem die Menschen in den Armenvierteln, den so genannten Townships, betroffen sind. Genau dort sind die „YFC Change Agents“ normalerweise in Schulen unterwegs, um Aufklärungsarbeit zu leisten. Derzeit sind die Darsteller in Deutschland auf Tournee, gestern machten sie Station im Konrad-Duden-Gymnasium.

In der Aula führte die Truppe ihre Show vor zwei kompletten Jahrgängen der Oberstufe auf. Mit eindringlichen und bewegenden Texten, aber auch mitreißenden Tanzeinlagen berichteten die Darsteller von der Zeit der Apartheid in Südafrika und von der Bedrohung durch AIDS. Vorab war Lennart Wallrich von der Kindernothilfe, die die Tournee organisiert und begleitet, im KDG zu Gast gewesen, um den Auftritt mit den Jugendlichen inhaltlich vorzubereiten. „Die Schüler waren wirklich interessiert“, lobte Wallrich. „Sie wissen, dass das ein wichtiges Thema ist - für die Menschen in Südafrika, aber auch für sie selbst hier.“

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