Die Großen mit den Kleinen 2014

 

WESEL (jok) Wie erreiche ich in Sekundenschnelle die Aufmerksamkeit einer ganzen Schulklasse? Diese Frage beantworten Neuntklässler des Konrad-Duden-Gymnasiums (KDG) von kommenden Montag an recht spektakulär: Sie beginnen ihre Unterrichtseinheit vor Schülern von Weseler Grundschulen mit einem richtigen Knall-Effekt – sie schießen eine selbstgebastelte Rakete Richtung Decke des Klassenzimmers.

Im Rahmen des Projektes „Die Großen mit den Kleinen“leiten die Gymnasiasten insgesamt 299 Viertklässler in den Fächern Chemie, Physik, Biologie und Informatik an und führen mit ihnen spannende naturwissenschaftliche Experimente durch. „Natürlich ist man ein bisschen aufgeregt, wenn man plötzlich der Lehrer ist“, berichtet Schüler Markus, der wie seine Klassenkameraden aber den Lehrversuch zuvor gründlich eingeübt hat. Jetzt lief die Vorbereitungsstunde der naturwissenschaftlichen Profilklasse im Chemieraum – und natürlich wurde dabei auch der Raketenstart fleißig geprobt.

Kristina (16) und Kirsten (14) schütten ein Tütchen Himbeerbrause in ein Filmdöschen, das im Rumpf der Mini-Rakete steckt. Dann füllen die Schülerinnen einen Spritzer Wasser hinzu, verschließen das Döschen blitzschnell und stellen die Rakete in Startposition auf die „Abschussrampe“– gespannt sind alle Augenpaare auf das etwa handhohe Geschoss gerichtet. Und tatsächlich: Sekunden später saust die Brause-Rakete mit einem „Peng“ knapp zwei Meter nach oben. Experiment gelungen!

Die Grundschüler lernen so sehr anschaulich, dass als chemische Reaktion beim Zusammenführen von Brause und Wasser ein Gas entsteht, das für Antrieb sorgen kann. Neben anderen chemischen Experimenten – darunter die „Salzfabrik“ – können die Viertklässler im Biologie-Unterricht der Neuntklässler das Mikroskopieren, in Physik einiges rund um den Strom erfahren oder als Informatiker selbst kleine ComputerProgramme schreiben. „Das ist für alle eine Win-Win-Situation. Unsere Schüler haben so die Möglichkeit, mal die Rollen zu tauschen. Außerdem hoffen wir natürlich, die Grundschüler für unser Gymnasium begeistern zu können“, erklärt Projektleiterin Stephanie Grewer. Iris Goßen, Chemie- und Biologie-Lehrerin, ergänzt: „Bei unserem Tag der offenen Tür haben einige Schüler schon Jüngeren etwas vorgeführt.“ Zudem erweitern die Neuntklässler mit diesem Projekt nicht nur ihre fachliche, sondern auch ihre soziale Kompetenz.

Quelle: Rheinische Post - 26.06.2014 - D4 - Wesel

Information
Kontakt mit Skelett oder Mikroskop

Fünf Grundschulen schicken ihre Schüler in der kommenden Woche aufs Gymnasium: Neben drei Klassen der GGS Feldmark beteiligen sich die Theodor-Heuss-Grundschule, die GGS Hamminkeln, die Konrad-Duden-Grundschule sowie die GGS Am Quadenweg an dem Projekt, das zum dritten Mal am KDG läuft.

Die Ausstattung des Konrad-Duden-Gymnasiums sei aus Sicht der Grundschulen fast schon den Besuch wert, berichtet Projektleiterin Stephanie Grewer: „Ein Skelett oder Nachbildungen der Organe ist ebenso selten an Grundschulen vorhanden wie beispielsweise ein Mikroskop oder aber Reagenzgläser.“

Quelle: WAZ.de - 23.09.2014

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Kontakt mit Skelett oder Mikroskop

Fünf Grundschulen schicken ihre Schüler in der kommenden Woche aufs Gymnasium: Neben drei Klassen der GGS Feldmark beteiligen sich die Theodor-Heuss-Grundschule, die GGS Hamminkeln, die Konrad-Duden-Grundschule sowie die GGS Am Quadenweg an dem Projekt, das zum dritten Mal am KDG läuft.

Die Ausstattung des Konrad-Duden-Gymnasiums sei aus Sicht der Grundschulen fast schon den Besuch wert, berichtet Projektleiterin Stephanie Grewer: „Ein Skelett oder Nachbildungen der Organe ist ebenso selten an Grundschulen vorhanden wie beispielsweise ein Mikroskop oder aber Reagenzgläser.“

Raketenstart im Klassenzimmer | WAZ.de - Lesen Sie mehr auf:
http://www.derwesten.de/staedte/nachrichten-aus-wesel-hamminkeln-und-schermbeck/raketenstart-im-klassenzimmer-id9858036.html#plx871934448

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