Medienscouts am KDG

 

Probleme mit PC-Umgang und Internet: KDG-Medienscouts beraten Schüler und Eltern

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Das sind die KDG-Medienscouts! (Foto: privat)

Am Konrad-Duden-Gymnasium werden ab diesem Halbjahr vier Schüler der Jahrgansstufe 10 (Eric Coenen, Lukas Galonska, Michel Goike und Kevin Reising) als Medienscouts ihren Mitschülerinnen und Mitschülern helfen, ihren Weg durch den Mediendschungel von heute zu finden.

Medien sind allgegenwärtig, die meisten Jugendlichen können sich heute kein Leben mehr ohne Handy und Co. vorstellen, was schon ein paar Zahlen aus der aktuellen JIM Jugendstudie verdeutlichen:

- 96 Prozent der Jugendlichen zwischen zwölf und 19 Jahren besitzen laut Studie von 2013 ein Handy, 72 Prozent haben ein Smartphone, aktuell berichten 32 Prozent, dass in ihrem Bekanntenkreis schon einmal jemand per Handy oder Internet „fertig gemacht“ wurde.

- 67 Prozent hinterlegen eigene Fotos im Internet, und 62 Prozent geben Informationen über Hobbys und andere Tätigkeiten preis.
- An einem Tag sind die Jugendlichen im Durchschnitt 179 Minuten online.
- 70 Prozent der Jungen zwischen zwölf und 19 Jahren spielen täglich bzw. mehrmals pro Woche Computer-/Konsolen- oder Onlinespiele.

„Das zeigt, wie wichtig und prägend neue Medien für die Heranwachsenden sind, aber auch, welche Risiken sie bergen: Cybermobbing, Gewaltvideos auf dem Handy, Einstellen von urheberrechtlich geschützten Fotos und Videos bei Youtube, illegale Film- und Musikdownloads oder Computerspielsucht“, so KDG-Direktor Heinzgerd Schott.

Landesanstalt für Medien (LfM)

Die Mediennutzung von Jugendlichen habe auch ihre problematische Seite. Auch aus zu sorglosem Umgang mit privaten Daten oder Fotos erwachsen viele Probleme.
Da sich Jugendliche aber nur ungern etwas von Erwachsenen sagen lassen, geht das KDG mit den Medienscouts einen neuen Weg. Die Landesanstalt für Medien NRW (LfM) hat 2012 das Projekt „Medienscouts NRW“ erstmals NRW-weit und mit Unterstützung der Kommunen durchgeführt, im Rahmen dessen Schülerinnen und Schüler zu sogenannten „Medienscouts“ ausgebildet wurden.

Bei der Ausbildung am Gustav-Heinemann-Gymnasium in Dinslaken-Hiesfeld eigneten sich Schüler und Betreuer ein umfangreiches Fachwissen an, wobei die Qualifizierung die Themen Internet und Sicherheit, Social Communities, Handy, Computerspiele, Kommunikationstraining und Beratungskompetenz umfasste.

Die ausgebildeten Medienscouts geben ihr Wissen nun an die Schüler weiter und dienen diesen als Ansprechpartner bei medienbezogenen Fragen und Problemen. Als feste Ansprechpartner für die Scouts fungieren die Schulsozialarbeiterin Sarah König und vom Lehrerkollegium Burkhard Scheepers, die die gleiche Ausbildung wie ihre Schüler durchlaufen haben.

Flankiert wird das Angebot der Scouts durch Elternabende, an denen die Erziehungsberechtigten einen Einblick in die Medienwelt ihrer Kinder und der sie bedrohenden Gefahren bekommen sollen.

Dr. Schott: „Viele Eltern wissen gar nicht, was ihre Kinder so alles treiben, sind diese ihnen doch in der Mediennutzung meistens einen Schritt voraus.“

Quelle: Der Weseler

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