Bye-Bye, Dr. Schott

 

2.7.16, NRZ. Tag vier der „Kulturellen Woche“ am Konrad-Duden-Gymnasium stand ganz im Zeichen des Films und der Literatur. Am Donnerstagabend präsentierten 26 Schüler aus der Qualifikationsphase 1 (11. Klasse) ein künstlerisches Programm zu einer ersten Verabschiedung ihres Schulleiters Heinzgerd Schott. Motto des Abends: „Bye-Bye, Dr. Schott!“

Die Schüler des Theater- und Literaturkurses erwiesen dem Gindericher eine große Ehre: Mit selbstgedrehten Filmen rund ums Schulleben und zwei Theateraufführungen bereiteten die Jugendlichen ihrem Direktor einen unvergesslichen Abend. Die Besucher feierten eine ganz besondere „KDGala“ – mit heiteren und rührseligen Momenten. Am Ende bekam Schott als Abschiedsgeschenk eine „Ausschulungstüte“.

Los ging es mit der Komödie „Noch nie hörte man solch schauriges Lachen“, in der Schott unerwartet mitwirkte. Nach einer gewissen Zeit holten ihn die Schüler auf die Bühne. Schott lauschte, nickte, schmunzelte. Und leistete gegen Ende in seiner Funktion als „Doktor“ einer Bühnenfigur sogar medizinische Hilfe.

Vier Filme präsentierte Christine Walkenhorsts Literaturkurs. Seit März war die 13-köpfige Schülergruppe mit dem Projekt betraut. Gearbeitet wurde im Unterricht und eigenständig zuhause. Einige Schüler waren in Sachen Schnitt und Filmtechnik derart fit, dass schnell ein stolzes Ergebnis zustande kam.

Besonders gut kamen am Donnerstag die einblickreichen Szenen „9 Arten von Schülern, Klausurschreibern und Lehrern“. Aber auch die Berichte aus der Sicht von Fünftklässlern zu Aufgaben und Pflichten eines Schulleiters sorgten für Lacher. Die Oberstufenschüler hatten die „Kleinsten“ an der Schule befragt und ihnen manche lustige Antwort entlockt. Da ging es etwa um den Verdienst eines Direktors. Ein Schüler ging von einem Stundenlohn von 10 Euro aus, während ein anderer auf 15 000 Euro Gehalt tippte.

Der Aufwand, die Filme zu produzieren, war immens. Die Schüler scheuten keine Kosten und Mühen. Für den Teil „Dr. Schott – Das Interview“ fuhren sie bis nach Geldern zum Friedrich-Spee-Gymnasium, an dem Schott stellvertretender Schulleiter war. Dort holten sie Stimmen ehemaliger Kollegen ein. Aber das Interview gewährte auch andere Einblicke in das Leben Schotts. Er selbst berichtete von seiner Kindheit („Ich wurde sehr gut behütet“), dem früheren Schulalltag mit „großer Strenge“ und offenbarte, dass er in der Oberstufe Deutsch und Mathematik mochte. Ebenso sprach er seine Liebe zu Oldtimern aus und resümierte, er werde den Alltag vermissen.

Steffen Grütjen

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