Plastikmüll bewusst reduzieren

NRZ, 07.06.2017, Wesel/Hamminkeln. Plastikmüll ist ein großes ökologisches Problem. Millionen Tonnen landen jährlich in den Ozeanen, unzählige Meereswesen verenden qualvoll daran. Viele Plastiktüten gelangen zudem in die Natur und bleiben dort über Jahrhunderte. Auch wenn Supermärkte mittlerweile den Verkauf der Tüten eingedämmt haben, gibt es noch vermehrt Bereiche in den Filialen, in denen Mitarbeiter Waren für die Kunden in Plastikfolie oder Tüten einpacken: Zum Beispiel an der Frischetheke.

Plastikmüll ist ein großes ökologisches Problem. Millionen Tonnen landen jährlich in den Ozeanen, unzählige Meereswesen verenden qualvoll daran. Viele Plastiktüten gelangen zudem in die Natur und bleiben dort über Jahrhunderte. Auch wenn Supermärkte mittlerweile den Verkauf der Tüten eingedämmt haben, gibt es noch vermehrt Bereiche in den Filialen, in denen Mitarbeiter Waren für die Kunden in Plastikfolie oder Tüten einpacken: Zum Beispiel an der Frischetheke.

Mit genau dieser Problematik haben sich Vincent Becker und Merlin Valeria Santroch, Schüler des Konrad-Duden-Gymnasiums, bei ihrem aktuellen Biologie-Projekt befasst. Sie möchten Plastikmüll beim Einkauf an der Frischetheke reduzieren. „Wir empfehlen, eigene Dosen in den Supermarkt mitzunehmen und sich Wurst oder Käse einfüllen zu lassen“, sagt Merlin Valeria Santroch, die wie ihr Mitstreiter die elfte Klasse besucht. Somit werde die Entstehung von zusätzlichem Müll vermieden.

Doch hatten die beiden Schüler bei einer Umfrage erfahren, dass einige Kunden mit Brotdosen abgewiesen werden. Problematisch sind dabei die Hygienevorschriften. Dabei dürfe die mitgebrachte Dose nicht in den Thekenbereich gereicht, jedoch auf die Thekenablage gestellt werden, damit Mitarbeiter Frischwaren mit einer Zange einfüllen. Vincent Becker und Merlin Valeria Santroch wollen zeitnah noch ein Hinweisschild im Rewe-Markt Köster in Mehrhoog aufstellen, um auf die Möglichkeit der Nachhaltigkeit hinzuweisen. Filialleiter Jens Köster unterstützt das Projekt: „Nachhaltigkeit ist mir besonders wichtig.“ Er fördere das Projekt nach Kräften und findet es „super“.

Darüber hinaus überlegten sich die Schüler ein tiefgreifenderes Konzept: Ein Pfandsystem. Es könnte wie folgt funktionieren: Ein Kunde kauft an der Frischetheke eine Dose und lässt sich die Waren einfüllen. Beim nächsten Einkauf bringt er die leere Dose wieder mit und gibt sie an einem Pfandschalter ab. An der Theke erhält derjenige dann einen neuen, gereinigten Behälter, der wieder genutzt werden kann.

„Schwierig umzusetzen“

„Mithilfe der Industriespülmaschine können die Keime bei einer Temperatur von über 65 Grad vernichtet werden“, erläutert Köster. Nur seien Macken und Schnitte in den Behältern bedenklich, dadurch könne die notwendige Hygiene nicht vollkommen gewährleistet sein. Deswegen sei das Pfandsystem aktuell noch schwierig umzusetzen, verschließen wolle er sich jedoch nicht. Jeder Schritt für mehr Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein sei wichtig.

Text: Lars Tenorth

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