Weseler Schulen bereiten sich auf Abkehr vom Turbo-Abi vor

07.12.2017 NRZ Wesel. Das Andreas-Vesalius-Gymnasium und das Konrad-Duden-Gymnasium wollen sich abstimmen. Ein Zurück zum alten System wird es jedoch nicht geben.


Die beiden Weseler Gymnasien haben mit den Planungen für die Rückkehr zum Abitur nach neun Jahren (G 9) begonnen, die ab dem Schuljahr 2019/20 zum Regelfall wird. Schon jetzt, berichten die Schulleiterinnen Dorothée Brauner (Andreas-Vesalius-Gymnasium) und Karen Schneider (Konrad-Duden-Gymnasium) ist die Neuregelung für viele Eltern, deren Kinder auf das Gymnasium wechseln, ein wichtiges Thema. Den Weg wollen beide Schulen in enger Abstimmung gehen – doch klar ist auch: Eine einfache Rückkehr zum früheren G 9-System wird es nicht geben.
Denn die Schulen haben sich inzwischen weiterentwickelt. Das KDG hat beispielsweise den verbindlichen Ganztagsunterricht eingeführt und wird auch dabei bleiben. Das AVG will das flexible System als Ergänzungsstunden am Nachmittag und das Angebot der Übermittagbetreuung, das in erster Linie von den Jüngeren genutzt wird, beibehalten.

Rita Meesters

Quelle

Gymnasien bereiten sich auf G9 vor

06.12.2017 NRZ Wesel. Die beiden Weseler Gymnasien haben mit den Planungen für die Rückkehr zum Abitur nach neun Jahren (G9) begonnen, die ab dem Schuljahr 2019/20 zum Regelfall wird. Schon jetzt, berichten die Schulleiterinnen Dorothée Brauner (Andreas-Vesalius-Gymnasium) und Karen Schneider (Konrad-Duden-Gymnasium) ist die Neuregelung für viele Eltern, deren Kinder auf das Gymnasium wechseln, ein wichtiges Thema. Den Weg wollen beide Schulen in enger Abstimmung gehen – doch klar ist auch: Eine einfache Rückkehr zum früheren G9-System wird es nicht geben.
Die beiden Weseler Gymnasien haben mit den Planungen für die Rückkehr zum Abitur nach neun Jahren (G9) begonnen, die ab dem Schuljahr 2019/20 zum Regelfall wird. Schon jetzt, berichten die Schulleiterinnen Dorothée Brauner (Andreas-Vesalius-Gymnasium) und Karen Schneider (Konrad-Duden-Gymnasium) ist die Neuregelung für viele Eltern, deren Kinder auf das Gymnasium wechseln, ein wichtiges Thema. Den Weg wollen beide Schulen in enger Abstimmung gehen – doch klar ist auch: Eine einfache Rückkehr zum früheren G9-System wird es nicht geben.
Denn die Schulen haben sich inzwischen weiterentwickelt. Das KDG hat beispielsweise den verbindlichen Ganztagsunterricht eingeführt und wird auch dabei bleiben. Das AVG will das flexible System als Ergänzungsstunden am Nachmittag und das Angebot der Übermittagbetreuung, das in erster Linie von den Jüngeren genutzt wird, beibehalten. Denn in den Nachmittagsstunden werden Förderstunden, Lernzeiten, Arbeitsgemeinschaften oder die Profilbildung angeboten, darauf wollen die Schulen nicht mehr verzichten. „Das Schulleben findet heute nicht mehr nur am Vormittag statt“, sagt Dorothée Brauner. Das soll so bleiben, auch wenn die zukünftige Stundentafel und die Lehrpläne sind noch nicht vorliegen.
Beide Schulleiterinnen sind sich auch sicher, dass sie mit der Absicht, zu G9 zurückzukehren, dem Willen der Familien folgen. Theoretisch könnten die Schulkonferenzen auch anders entscheiden, doch Karen Schneider und Dorothee Brauner glauben nicht, dass es an ihren Schulen den Wunsch geben wird – obwohl auch die verkürzte Schulzeit funktioniert habe.
Ein Jahr mehr bringt für die Schüler viele Vorteile, sagen sie. Zum Beispiel haben die Jugendlichen bis zum Abitur mehr Zeit, ihre Persönlichkeit zu entwickeln und zu reifen. Auch das Auslandsjahr in der Klasse 11 wird dann wieder leichter möglich, zuletzt sei die Zahl der Auslandsaufenthalte zurück gegangen, berichtet Karen Schneider. Und nicht zuletzt können Inhalte mit einem zusätzlichen Jahr intensiver vermittelt werden. Für sehr begabte Schüler werden beiden Gymnasien die Möglichkeit des Überspringens anbieten. Wünschenswert wäre aus Sicht der Weseler Rektorinnen, die zweite Fremdsprache wieder ab Klasse 7 einzuführen.
Eine Frage, die in den kommenden Jahren in Zusammenarbeit mit der Stadt gelöst werden muss, ist das Platzproblem, das an beiden Schulen entstehen wird. Räume, die nach der Umstellung auf G8 frei wurden, sind längst für die Ganztagsangebote umgewandelt worden. Im Schuljahr 2026/27 wird der erste G9-Jahrgang in die 13. Klasse kommen.
Am AVG muss die Platzfrage allerdings schon früher angegangen werden, berichtet Dorothée Brauner. Da das Paulinum nun von der Gesamtschule genutzt wird, fehlen dem Gymnasium Räume. Doch da sind beide Schulleiterinnen zuversichtlich, dass die bereits eingerichtete städtische Steuergruppe zur Schulraumentwicklung rechtzeitig Lösungen findet.

Rita Meesters

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