Weseler Initiative gegen das Verkehrschaos am Schulzentrum

NRZ: 12.10.2018


WESEL. In der Sackgasse am Barthel-Bruyn-Weg kommen sich Busse, Elterntaxis und Schüler in die Quere. Eltern, Schulen und CDU wollen die Lage entzerren.

Regelmäßig herrscht morgens und mittags am Schulzentrum Nord ein unübersichtliches Wirrwarr: Busse bringen Schüler zum Unterricht oder holen sie ab, Elterntaxis halten im Wendehammer oder auf den Lehrerparkplätzen – und dazwischen schlängeln sich Kinder zu Fuß oder auf dem Fahrrad. Sie alle knubbeln sich im Kreisel vor dem Gymnasium und der Realschule. Dieses Chaos lässt sich nicht vermeiden, denn die Sackgasse am Barthel-Bruyn-Weg ist die einzige Zufahrt für zwei Schulen mit über 1500 Schülern. Elternvertreter, Schulleitungen und CDU wollen die Lage künftig entzerren – zum Beispiel durch die Einrichtung einer Hol- und Bringzone.

Das Problem ist nicht neu und für alle Verkehrsteilnehmer gefährlich, finden die Initiatoren des Antrags, den die CDU für die nächste Beratungsfolge der politischen Gremien im Herbst gestellt hat: In einem ersten Schritt soll die Hol- und Bringzone an der Bushaltestelle auf der Ackerstraße eingerichtet werden. Etwa sieben bis acht Autos hätten dort Platz, schätzt der verkehrspolitische Sprecher der CDU, Frank Schulten. Sie müssten dann gar nicht erst in die Sackgasse hineinfahren.

Hol- und Bringzone an der Ackerstraße

Weil das vermutlich nicht reicht, hat die CDU weitere Anregungen aus den Elternvertretungen in ihren Antrag aufgenommen: So soll sich die Stadt darum bemühen, dass von der Reeser Landstraße aus eine Zufahrt direkt auf den Lehrerparkplatz eingerichtet wird. Auch das würde den Wendehammer vom Verkehr entlasten – ebenso wie die Anlieger an der Ackerstraße und am Barthel-Bruyn-Weg.

Außerdem, so der Wunsch, soll von der Emmericher Straße aus eine direkte Zufahrt auf den Parkplatz der Eishalle geschaffen werden. Denn auch dort gibt es Haltemöglichkeiten, die bereits jetzt von vielen Eltern genutzt werden. Alle Maßnahmen zusammen könnten dazu beitragen, dass die Situation vor den Schulen für alle erträglicher wird.

Straßen NRW muss zustimmen

Bei der Umsetzung der Pläne an der Emmericher Straße und der Reeser Landstraße – beides Bundesstraßen – ist die Stadt jedoch auf die Zustimmung von Straßen NRW angewiesen. Das könnte dauern. Die Eltern hoffen, dass der Landesbetrieb ihrer Idee zustimmt, denn für die Discounter wurden ja auch Zufahrten an der B8 geschaffen, so ihr Argument. Die Hol- und Bringzone an der Ackerstraße ist wohl die Maßnahme, die sich am schnellsten umsetzen lässt, schätzt der Erste Beigeordnete Klaus Schütz. Vielleicht noch in diesem Jahr.

Darauf hoffen auch Karen Schneider, Leiterin des Konrad-Duden-Gymnasiums, und Harald Welz, stellvertretender Leiter der Konrad-Duden-Realschule. „Wir brauchen dringend eine Lösung für den Bereich“, sagt Karen Schneider. Bei Regen, schildert sie, ist die Situation noch schlimmer als bei trockenem Wetter. In den Schulkonferenzen wurde das Thema diskutiert, die Eltern sind sich einig, dass etwas passieren muss. Übrigens auch die Busfahrer, wie Frank Schulten weiß. Er ist von Niag-Fahrern auf das Chaos angesprochen worden.

Quelle: NRZ

Die CDU, die Schulleitungen und die Elternvertreter haben Ideen, wie sich das Verkehrschaos am Schulzentrum Nord entschärfen lässt.

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