Wesel: Gymnasium bietet virtuelle Tour statt offener Tür

NRZ; 06.11.2020


WESEL. Da wegen der Corona-Beschränkungen keine Info-Termine stattfinden können, hat das Konrad-Duden-Gymnasium einen virtuellen Rundgang produziert.

Jedes Jahr in Herbst laden die weiterführenden Schulen zu Info-Abenden und zum Tag der offenen Tür ein, um ihre Angebote den Viertklässlern der Grundschulen vorzustellen. Das ist derzeit wegen der Corona-Beschränkungen nicht möglich – und so ist man am Konrad- Duden-Gymnasium froh, schon vor Wochen einen Beschluss gefasst zu haben: Ein Team um den Schulpflegschaftsvorsitzenden Rolf Kühn hat eine aufwändige virtuelle Tour durch die Schule produziert und jetzt online gestellt.

So können Eltern und künftige Grundschulabgänger das Schulgebäude und die pädagogischen Angebote des KDG von heimischen PC oder Tablet aus mit vielen Details erkunden.

Rolf Kühn, der als Werbedesigner arbeitet, hat gemeinsam mit den Lehrern Christine Benning und Robert Kielstropp den Online-Rundgang erarbeitet – allerdings mit viel Hilfe der Schulgemeinde, denn sowohl Lehrer als auch Schüler beteiligen sich und stellen ihre Fachschaften, Projekte oder Arbeitsgemeinschaften in Video-Clips vor.

Blick in Fach- und Klassenräume des KDG

24 Panoramabilder, 300 Fotos und 64 Videos sind in den vergangenen zwei Monaten entstanden und bieten Einblicke nicht nur in die Klassenräume – sogar Schränke lassen sich mit einem Klick öffnen.

Bilder und Aushänge können genau betrachtet werden, der Blick durch die Räume und Flure oder aus dem Fenster vermittelt fast das Gefühl, selbst dort gewesen zu sein. Am Eingang begrüßt Schulleiterin Karen Schneider die Besucher.

Pfeile weisen beim virtuellen Rundgang den Weg zu den Fachbereichen. Wer in einem Klassenraum steht, kann sich dort einmal um die eigene Achse drehen und findet immer wieder Punkte zum Anklicken. Im Physikraum etwa gibt es Kurzvideos zum Thema Licht und Schatten oder Elektrizität. Experimente, die Schüler sonst am Tag der offenen Tür zeigen würden, lassen sich auch in anderen Fachräumen anklicken.

Lehrer erklären ihre Fachschaften und Unterrichtsinhalte, eine Schülergruppe erinnert sich an den letzten Russland-Austausch, ein Französisch-Kurs erklärt erste Vokabeln, die „Spanier“ verraten Tapas-Rezepte, das Orchester zeigt Auszüge seines Könnens, ebenso der Zirkus Butterfly – um nur einige Beispiele zu nennen.

Ohne Corona wäre der virtuelle Rundgang nicht entstanden

„Man muss sich schon ein wenig Zeit nehmen“, sagt Schulleiterin Schneider, die ganz begeistert von dem Projekt ist. „Ein tolles Ergebnis, das ohne Corona nicht entstanden wäre.“ Ein bis zwei Stunden dauert der Rundgang, wenn man einen ausführlichen Blick auf das Schulleben werfen möchte. Der Rundgang soll daher auch dauerhaft online zu sehen sein, denn als temporäres Projekt wäre er viel zu schade.

Die virtuelle Tour kann im Netz gestartet werden unter https://kdg-vrtour.de/


Quelle: NRZ

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