"This is our hometown"

- Sowohl Janina (rechts) und ihre Mitschülerin Larissa als auch die englischen Senioren hatten sichtlich Spaß bei der Besichtigung der Weseler Sehenswürdigkeiten. (Foto: M. Weißenfels in NRZ vom 27.10.2007)
STADTFÜHRUNG. Achtklässler des Konrad-Duden-Gymnasiums zeigten gestern Senioren aus dem englischen Felixstowe ihre Heimatstadt und erklärten ihnen die Besonderheiten auf Englisch.
WESEL. Ein wenig aufgeregt waren Janina und Larissa schon. Kein Wunder, schließlich hatten die Achtklässlerin-nen des Konrad-Duden-Gymnasiums (KDG) gestern ihre Premiere als Stadtführerinnen. Und nicht genug damit, dass die beiden 14-jährigen Mädels fremde Leute durch ihre Heimatstadt führten und ihnen Besonderheiten und markante Punkte zeigten, sie taten das auch noch auf Englisch. Janina und Larissa sind zwei von 14 KDG-Schülern, die mit Senioren aus Felixstowe eine Besichtigungstour durch die Weseler Innenstadt unternahmen.
Im Englisch-Unterricht hatten die Achtklässler mit ihrem Lehrer Klaus Schoch eine Präsentation zum Thema „My hometown" (Meine Heimatstadt) erarbeitet. Im Ratssaal des Rathauses hatten sie diese Bürgermeisterin Ulrike Westkamp gezeigt, die sofort begeistert war. Gemeinsam mit ihr und den Aktiven der Partnerschaftsvereinigung Wesel-Fe-lixstowe entwickelten die Schüler dann die Idee, sich als Fremdenführer für die englischen Senioren zu versuchen, die derzeit zum Hansefest in Wesel zu Besuch sind.
In kleinen Gruppen spazierten die 60 Männer und Frauen gestern Mittag durch die Innenstadt. Wer keine Lust hatte oder nicht mehr ganz so fit zu Fuß war, konnte sich alternativ die Präsentation der Schüler auf einer Leinwand in der Seniorenbegegnungsstätte im Bogen ansehen.
Die „Touristenführer" besuchten mit den Senioren die St. Mariä-Himmelfahrt-Kirche, den Willibrordi-Dom, zeigten ihnen den Großen Markt und den Kornmarkt, das Rathaus und das Andreas-Vesalius-Gymnasium. „Wir haben bei den Vorbereitungen für diese Tour selbst noch eine ganze Menge über Wesel gelernt", verriet Janina. Gemeinsam mit Klaus Schoch waren die Schüler die Strecke abgegangen und hatten Infos gesammelt.
Bei den Engländern kam die Führung bestens an. „Einfach brillant" fand Felixstowes ehemalige Bürgermeisterin Doreen Savage die Idee. Und auch Paddy Stones war begeistert. „Das ist wahre Völkerverständigung", sagte der 71-Jährige, (gasch)
NRZ vom 27.10.2007


