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Der Kleine Tag

Kleiner Tag soll großer Erfolg werden

Voll wird es auf der Bühne, wenn die Musical-AG für „Der kleine Tag" probt. Insgesamt wirken an den beiden Aufführungen über 100 Personen mit. Morgen Abend steht die Premiere an. (Foto: Markus Weißenfels) NRZ vom 8.5.2007

AUFFÜHRUNG. Volker Haubitz und die Musical-AG des Konrad-Duden-Gymnasiums haben wieder fleißig geprobt.

MANUEL PRAEST in NRZ vom 8.5.2007

WESEL. Alles soll perfekt sein. „Nein, so müsst ihr das ma­chen", unterbricht Volker Haubitz die Proben zum Musi­cal „Der kleine Tag". Dann steigt er selbst auf der Bühne und zeigt, wie getanzt werden soll. Noch passt nicht alles. Mal fällt das Mikro aus, mal ver-passt ein kleiner Darsteller sei­nen Einsatz. „Jetzt Power, Power, Power", fordert Hau­bitz von Nele Steinkuhl, eine seiner Hauptdarstellerinnen. Morgen Abend, wenn um 19 Uhr die Premiere in der Aula des Konrad-Duden-Gymnasi­ums Wesel ansteht, dürften auch die letzten kleinen Pro­bleme beseitigt sein.

Schließlich ist Haubitz ein alter Hase, der die Musical-AG auch diesmal bestens vorberei­tet hat. „2003 haben wir das Stück schon einmal aufgeführt. Damals aber mit wesentlich weniger Leuten", so der Leh­rer. Diesmal stehen 65 Kinder, zum Großteil Fünft- bis Siebtklässler auf der Bühne. Alle Rollen sind doppelt besetzt.

Während vor vier Jahren ei­ne kleine Band auftrat, sorgt diesmal das Orchester für den musikalischen Rahmen. „Des­halb haben wir uns auch die Original-Partitur ausgeliehen", so Haubitz, dessen Lehrerkol­lege Alfred Opel trotz Handi­caps dabei ist: Aufgrund einer Schulterverletzung samt Ver­band dirigiert er einhändig.

Liebevoll gestaltete Kulissen und Kostüme sorgen für den richtigen Rahmen. So gibt es kleine Bauarbeiter, und der „Steinzeittag" tritt stilecht mit Fell und Keule auf.

In dem Musical von Wolf­ram Eicke (Text), Hans Nie­haus und Rolf Zuckowski (Mu­sik) geht es um den „kleinen Tag". Jeder Tag darf nur einmal auf die Erde und hofft, dass ge­nau dann etwas Wichtiges pas­siert, damit er sich in der strengen Rangordnung des Lichtrei­ches in der ersten Reihe plat­zieren darf. Am Tag des „klei­nen Tages" geschieht auf den ersten Blick nichts Aufregen­des: Ein Umzug, Menschen an der Bushaltestelle, ein Geburts­tagskind oder ein Liebespaar. Erst nach einem Jahr zeigt sich, dass diese Begebenheiten eine Wichtigkeit ganz besonderer Art hatten.

ZWEI AUFFÜHRUNGEN

 Am Mittwoch und Donnerstag wird das Musical jeweils um 19 Uhr in der Aula des Kon­rad-Duden-Gymnasiums auf­geführt. Seit Januar laufen die Proben. Die Hauptrollen spielen morgen Johanna Furt­mann und Lisa Michelbrink. Am Donnerstag stehen Nele Steinkuhl und Charlotte Crefeld im Rampenlicht. Beteiligt sind zudem die Kunstlehrer Inge Eich-Bückmann und Jo­sef Blind (Plakat, Kulissen und Bühnenbild), das „Müt­ter-Team" (Kostüme) und die Technik-AG von Karl Hömberg. Der Eintritt ist frei, es wird um Spenden für die Chorkasse gebeten.

Große Musical-Tage am KDG

Morgen ist wieder Musical-Premiere auf der Bühne der Aula im Konrad-Duden-Gymnasium: „Der kleine Tag" kommt aus dem Lichtreich auf die Erde, um einiges zu erleben. Viele Helfer hinter den Kulissen fiebern mit den Musikern, rp-foto: ekkehart malz

WESEL (age) Reli-Lehrer Karl Hömberg muss noch Leitern schleppen und die Beleuchtung richten. Seine fünf köpfige AG „Light & Sound" hat alle Hände voll zu tun, die Schall­wellen des Playbacks optimal aus­zusteuern, damit Solo-Sprecher und Sänger beim neuesten Event im KDG klar verständlich sind. Alle technischen Vorbereitungen laufen auf Hochtouren, die musikalischen sowieso: auf dem Programm steht morgen und Donnerstag, jeweils 19 Uhr, das Musical „Der kleine Tag". 2003 schon mal aufgeführt, kommt's diesmal mit wesentlich opulenterer Besetzung daher: Über 100 Mitwirkende - vom Sax bis zum Streicher, vom Keyboard bis zum Horn - sind dabei, allein 35 Instrumentalisten. Die Tuba spielt Ma­the-Lehrer Ludger Bergkemper. Das bewährte Team Haubitz/Opel hat die Leitung. Wegen einer ver­letzten Schulter muss Alfred Opel allerdings einarmig dirigieren.

„Einarmiger" Dirigent

„Mehr Power", ruft Volker Haubitz der Technik zu, als Hauptdar­stellerin Lena Steinkuhl auftritt. Sie hat schließlich ein Mikro. Lena spielt Donnerstag den Kleinen Tag (Mittwoch: Johanna Furtmann). Der kleine Tag kommt aus einem Lichtreich weit hinter den Sternen. Viele „Tage", alle in glitzerweißen Long-shirts, leben dort. Auch der Steinzeit-Tag im Fellkleid schwingt dort seine Keule. Jeder Tag darf ein einziges Mal zur Erde reisen und soll später von tollen Erlebnissen berichten. Zum Beispiel, wenn ein Ufo im Fußballstadion landet. Mit „Achtung, ich komme!" begibt sich der Kleine Tag zur Erde und erlebt einiges. Lustige Bauarbeiter rappen den zündenden Rhythmus „Wahn­sinn!" Die Schule steht Kopf: Der große Chor träumt fetzig von Tieren in der Schule „Dabadap! Jeder Hund trägt heut einen Ranzen!" So­listen schieben sich ab und zu nach vorn; da schimpft die forsche, unzufriedene Nachbarin, oder zum zarten Sax-Solo schmilzt ein Pär­chen musikalisch dahin. Wie wich­tig die alltäglichen Begebenheiten noch für den kleinen Tag werden, wird nicht verraten! Zum Musical aus der Feder von Wolfram Eicke komponierten Hans Niehaus und Rolf Zuckowski flotte Songs und einfühlsame Balladen. Bühnenaus­stattung: Josef Blind; Plakatgestal­tung: Inge Eich-Bückmann. Wieder war ein fleißiges Mütter-Team da­bei. Geprobt wird seit Januar, Sams­tag für Samstag. Alle wünschen sich, dass sich das Publikum am Ende als spendabel erweist. Denn die Kasse ist schwer geschrumpft.

aus RP vom 8.5.2007

Die Fotos gibts im Fotoalbum .... hier klicken

"Der Kleine Tag"

von Rolf Zuckowski

Auf dem Lichtstrahl zur Erde und zurück

In dem auf einer Erzählung von Wolfram Eicke aufbauenden Musical zeigt uns der „kleine Tag" im Lichtreich hinter den Sternen und auf der Erde, dass die Kleinen oft größer sind als die Großen es denken. So wie es jeden Tag nur einmal geben kann, ist auch der kleine Tag einmalig, und das erleben wir mit ihm auf seiner Reise auf dem Lichtstrahl zur Erde und zurück.

Kaum ein anderes Musical ist ähnlich beliebt und erfolgreich. Ausgezeichnet mit dem „POLDI 2001" des WDR und empfohlen vom Verband Deutscher Musikschulen wird es an vielen Schulen - allerdings stark vereinfacht - aufgeführt. Die Originalfassung mit großem Orchester ist dagegen nach Auskunft des Verlages bisher nur ganz selten nachgefragt worden. Dass das - etwa eine Stunde dauernde - Stück sowohl inhaltlich als auch mit seinen tollen Songs Kinder und Jugendliche begeistert, beweist allein schon die Tatsache, dass die Mitgliederzahl der Musical-AG des KDG von knapp 50 auf bisher nie erreichte fast 70 Mitwirkende auf der Bühne angewachsen ist.

Da wir erfreulicherweise über ein sehr engagiertes und leistungsstarkes Orchester mit über 30 Instrumentalisten unter Leitung von Alfred Opel verfügen, können wir am 9. und 10. Mai 2007 jeweils um 19 Uhr in der Aula des KDG alle Songs mit originalem Orchester-„Sound“ präsentieren. Gute Gesangssolisten (in zwei unterschiedlichen Besetzungen), ein stimmkräftiger Chor und die mittlerweile professionelle „Light & Sound"-Technik (Karl Hömberg und Schüler der Technik-AG) lassen unter Leitung von Volker Haubitz eindrucksvolle Aufführungen erwarten.

Der Eintritt ist frei. Zur Deckung der erheblichen Kosten wird nach der Vorstellung um eine Spende gebeten.