Tage religiöser Orientierung 2005
WESEL. Wir Schüler der Stufe 12 hatten zumeist keine konkreten Erwartungen an die „Tage religiöser Orientierung“, als wir morgens am 23. Februar in den Bus stiegen, der uns zum St. Michaelsturm in Schaephuysen bringen sollte. Umso überraschter waren wir von dem Ort, an dem wir diese Tage verleben sollten, und von dem ausführlichen und durchdachten Programm, das uns bevorstand.
Obwohl die Schüler sich untereinander natürlich bereits kannten, wurde unser Aufenthalt in der Jugendbildungsstätte von gegenseitigem Vorstellen und einem Spaziergang in die nähere Umgebung eingeleitet, damit auch alle begleitenden Lehrer uns kennen lernen konnten. Danach blieb uns ein wenig Zeit bis zum Mittagessen, um uns auf unseren Vierbettzimmern einzurichten und das Haus zu erkunden, das einiges zu bieten hatte: Eine Tischtennisplatte und ein Kicker sorgten für Freizeitgestaltung neben der beliebten „Guten Stube“ - einem Raum voller Sofas - und dem Kaminzimmer in der Mühle, in dem die Zeit einige Jahrhunderte zuvor einfach stehen geblieben zu sein schien.
Nach dem reichhaltigen Mittagessen begann schließlich das eigentliche Programm der Tage, die unter dem Thema „Die Mitte meines Lebens“ standen.
Das Programm begann jeden Morgen nach dem Wecken (Stilvoll: Lautsprecher auf den Gang gestellt und voll aufgedreht – sehr effizient bei richtiger Musik) mit einer kurzen Andacht im „Sonnensaal“; vier verschiedene Arbeitsgruppen, die jeder Schüler einmal besuchen musste, sowie mehrere Pflichtveranstaltungen gestalteten die Zeit zwischen den Mahlzeiten bis zur abschließenden Abendandacht. In den Gesprächen entwickelten sich tiefgehende Einblicke, nicht nur in die Haltung der heutigen Jugend zu Gott, sondern auch in die Gedanken unserer Mitschüler, ihren Erwartungen und Wünschen an Beruf, Familie und ihr Leben. Die Themen reichten von den Diskussionen „Was mir heilig ist“, „Glück und Sinn“ sowie „Gott in Pop- und Rockmusik“ über das Aufmalen oder –basteln unserer Wünsche in der Zukunft bis zu zwei Filmen („Quest“ und „Die fabelhafte Welt der Amélie“) und Meditationen.
Nach der Abendandacht blieb immer noch reichlich Zeit bis spät in die Nacht für gemütliches Beisammensein im Kaminzimmer oder in anderen Räumlichkeiten, bis wir schließlich mehr oder weniger müde in unsere Betten fielen.
Auf diese Weise verging die Zeit in Schaephuysen schneller als gedacht, und ehe wir uns versahen, saßen wir auch schon im abschließenden Gottesdienst, bevor wir wieder unseren Bus bestiegen und zurück zur Schule gefahren wurden.
Die Tage boten uns einige erstaunliche und interessante Einblicke in die verschiedensten Themen und der Spaß kam auf keinen Fall zu kurz; abgerundet durch sehr gutes Essen und schöne Unterbringung sind die Tage religiöser Orientierung ein voller Erfolg gewesen.
Nathalie Exo für KDG INFORMIERT


