Gut betreut nach Schulschluss

Bis zu 35 Schüler der Klassen fünf bis sieben können montags bis donnerstags an zwei, drei oder vier Nachmittagen betreut werden.

Neues Betreuungsangebot des Fördervereins am Konrad-Duden-Gymnasium: Bis zu 35 Kinder essen nach Unterrichtsende in der Schule zu Mittag, erhalten Hilfe bei den Hausaufgaben und nehmen an Sport-, Koch- oder Kunst-AGs teil.

VON KLAUS NIKOLEI

WESEL Immer mehr Eltern schauen bei der Wahl einer Grundschule auch danach, wie gut dort das Betreuungsangebot nach Unterrichtsende ist. Während die verlässliche Halbtagsschule fast schon die Regel ist, sah es mit der Nachmittagsbetreuung an den Weseler Realschulen und Gymnasien bislang schlecht aus. Das Konrad-Duden-Gymnasium (KDG) hat diese Betreuungslücke seit Anfang des neuen Schuljahres geschlossen. Zusammen mit dem KDG-Förderverein ist es Schulleiter Dr. Heinzgerd Schott gelungen, Fördermittel aus dem Landesprogramm „13 plus" zu erhalten (immerhin 8200 Euro) und zwei Gruppen für insgesamt 35 Schüler einzurichten.

Das Essen kommt vom Arbeitsamt

„Vor allem berufstätige Eltern haben bei der Anmeldung ihrer Kinder immer wieder deutlich gemacht, dass sie eine Nachmittagsbetreuung wünschen", sagt Dr. Schott, der über das neue Angebot genauso froh ist wie Antje Imach, die Vorsitzende der Fördervereins. „Wir hatten große Unterstützung vom Hausmeisterpool, der in den Ferien einen ehemaligen Kunstraum renoviert hat. Außerdem haben uns die Firmen Gliot und Budde eine neue Küche eingerichtet", sagt sie. Glücklich ist Antje Imach auch, dass mit Hotel-Betriebswirtin Sabine Schwarz-Schellewald und Erzieherin Sabine Hoffmann zwei erfahrene Mütter gefunden wurden, die von montags bis donnerstags bei der Essensausgabe helfen (die Menüs kommen von der Kantine der Arbeitsagentur) und die Betreuung der Hausaufgaben in der Zeit von 14 bis 15 Uhr übernehmen. Ihnen zur Seite steht dann Mathelehrer Rainer Stammkötter. Danach werden unterschiedliche Arbeitsgemeinschaften (Tischtennis, IT-, Kunst- und Gourmetkurse) angeboten.

Und wie gefällt's den Kindern? „Sehr gut", sagt Daniel Beschorner (7c). „Gemeinsam mit den anderen machen die Hausaufgaben viel mehr Spaß. Und man kann die Betreuerinnen und Herrn Stammkötter fragen, wenn man etwas nicht weiß." Jetzt freut er sich auf den Gourmetkurs. „Da lernen wir, wie man Gurkensandwichs macht." Klagen über die Preisstaffelung (Infokasten) oder die Qualität des Essen gibt es nicht. Dr. Schott: „Allen Kindern schmeckt's gut. Und die Preise der Betreuung sind im Vergleich zum Angebot eines Gymnasiums in Bocholt geringer."-

Gestaffelte Preise

Der Förderverein als Träger berechnet pro Monat gestaffelt 37,50 Euro (zwei Tage), 56,25 Euro (drei) und 67,50 Euro (vier).