Cambridge - First Certificate Of English
Cambridge – First Certificate of English
Es hört sich wichtig an und ist es auch: „English for speakers of other languages“, kurz ESOL. Ein schriftlicher Test, eine mündliche Prüfung – der Lohn ist das Cambridge-Zertifikat, ein Nachweis guter Englisch-Kenntnisse, der bei Bewerbungen an insbesondere ausländischen Universitäten von Vorteil sein kann. Deswegen war es nicht weiter verwunderlich, dass trotz der Teilnahmegebühr von 130 Euro eine relativ große Anzahl von Schülern der Stufen 12 und 13 dieses Angebot wahrgenommen hat.
Natürlich wusste keiner von uns so recht, was uns erwarten würde. Aus diesem Grund waren wir auch dankbar für die drei vorbereitenden Treffen, die Herr Breitscheid für uns organisierte. Dort bekamen wir die Bögen der letzten Jahre vorgelegt, konnten uns mit den geforderten Standards und vor allem mit der Art des Tests vertraut machen. Multiple Choice und Lückentexte – in der Schule werden solche Dinge nicht gemacht. Aber unsere Sorgen, besonders wegen der „Listening Comprehension“, dem Hörverständnis, erwiesen sich schnell als unbegründet. Bei diesen Treffen wurden außerdem die Partner für die mündlichen Prüfungen zusammengestellt, die Anmeldebögen verteilt und die sehr „interessanten“ Regeln vorgelesen, die bei den Prüfungen vorgeschrieben sind.
Am Samstag, den 12. März, war es schließlich soweit. Fast pünktlich um neun Uhr begann die erste Prüfung, gefolgt von zwei weiteren: Use of Englisch, Reading und Writing. Die Dauer variierte zwischen einer und anderthalb Stunden pro Test, was uns mehr als genug Zeit gab, um die Aufgaben zu lösen. Nach einer langen Mittagspause stand nachmittags endlich die fünfundvierzig Minuten lange, gefürchtete Listening Comprehension an – umso größer war die Erleichterung, als wir diese und damit den schriftlichen Teil der Prüfungen endlich hinter uns hatten.
Kaum war dieser Teil Geschichte, begann schon die Vorbereitung für den letzten Teil der Prüfung: der mündliche Test. Hierzu mussten wir uns mit einem Partner zusammenschließen, nachmittags in der Schule erscheinen – und warten.
Als wir schließlich mit leichter Verspätung aufgerufen wurden, ging es zur eigentlichen Prüfung. Zwei Britinnen, die jedoch in Deutschland leben, stellten uns persönliche Fragen und baten um Bildbeschreibungen sowie Diskussionen zu verschiedenen Themen. Nach fünfzehn Minuten war auch dies überstanden.
So, wie uns das Zertifikat von Vorteil bei Bewerbungen an Universitäten sein kann, ist auch der Test selbst nicht nutzlos – denn wir bekamen durch die Art der Prüfung einen Einblick, wie Aufnahmetests gestaltet sind, worauf zu achten ist und welche winzigen Fallen gerne eingebaut werden. Ob wir das Zertifikat aber auch wirklich erhalten, steht noch nicht fest – die Ergebnisse werden im Sommer erwartet.
Nathalie Exo für KDG INFORMIERT


