Beratungsprojekt Berufe

KDG: „Beruf konkret" mit 180 Interessenten ein voller Erfolg

VON JAN FROHNHOFEN

WESEL Viele Schüler, selbst die der gymnasialen Oberstufe, haben noch keine oder nur sehr vage Vorstellungen darüber, wie ihr Leben nach der Schule einmal aussehen wird: Studium? Wenn ja, welches? Ausbildung? Wenn ja, wo? Um dieser Unsicherheit entgegenzuwirken, organisierte die Schulpflegschaft des Konrad-Duden-Gymnasium (KDG) um Vorsitzende Andrea Stefanowski Freitag einen Informationsabend: „Beruf konkret".

Experten aus 40 Sparten

Es war für Wesel die erste Veranstaltung dieser Art. Anstoß dazu hatten die Eltern der aktuellen Stufe 13 bereits im vergangenen Jahr gegeben. Eine Arbeitsgruppe ging mit beachtlichem Erfolg an die Planung: Etwa 180 Oberstufenschüler, auch von der Gesamtschule am Lauerhaas und vom Andreas-Vesalius-Gymnasium (AVG), fanden trotz Wochenende den Weg ins Schulzentrum Nord. Dort hatten sie die Möglichkeit, sich in bis zu fünf 20-minütigen Beratungsgesprächen mit Experten Einblicke in die jeweiligen selbst ausgewählten Berufe zu verschaffen. Die Interessenten hatten die Wahl zwischen etwa 40 Berufen, die meist von zwei Fachleuten gemeinsam vorgestellt wurden. Die Schüler waren zufrieden. „Für mich gilt sowohl ein Beratungsgespräch, bei dem ich den jeweiligen Beruf als meinen späteren ausschließen kann, als auch eins, das eine Arbeit für mich attraktiv macht, als erfolgreich," meinte Lukas Winkelhausen (16). Ungefähr zur Hälfte waren die Berater Eltern oder auch Großeltern der Schüler, die sich bereit erklärt hatten, interessierten Jugendlichen „Insider-Informationen" zu geben. Der andere Teil war von der Schulpflegschaft angesprochen worden. Das erklärte Ziel der Veranstaltung bestand darin, „die Schüler zu erden". Sie sollen wissen, wie die tägliche Arbeit in einem von ihnen möglicherweise angestrebten Beruf tatsächlich aussieht, so Stefanowski. Bei der guten Resonanz hofft sie auf eine regelmäßige Wiederholung eines solchen Informationsabends. Der Grundstein dazu ist gelegt.

 

Wie werde ich Zeitungsmacher?: RP-Redakteur Bernfried Paus gab interessierten jungen Leuten aus der Oberstufe ganz konkret Auskunft.  rp-foto: ekkehart malz in RP vom 31.10.2005