Artaban - immer wieder schön

- Seit zehn Jahren im Programm und für alle Sextaner am Konrad-Duden-Gymnasium ein großer Spaß ist das Musical vom vierten Weisen „Artaban".
WESEL (mb) Die Aula des Konrad-Duden-Gymnasiums (KDG) platzte am Dienstagabend aus allen Nähten - alle Plätze waren besetzt, wer zu spät kam, musste stehen. Das taten die etwa 400 Familienangehörigen der Fünftklässer allerdings gern. Schließlich hatten sie sich dort versammelt, um das Musical „Der Weise, der zu spät kam" zu sehen, das alljährlich von den Sextanern aufgeführt wird. Die Aufführung ist nun genau seit zehn Jahren Programm - und immer wieder schön.
Die Geschichte handelt von Artaban, einem vierten Morgenland-Weisen, der die Abreise von Kaspar, Melchior und Balthasar nach Bethlehem verpasst, aber auf seiner Reise dorthin unentwegt Gutes tut und dem Jesuskind auf diese Weise ganz nahe ist. Das Stück stammt von den englischen Autoren Dennis O'Gorman und Barry Hart. Die Kinder nahmen die Idee, ein Musical aufzuführen, wie immer begeistert auf.
Schon seit den Herbstferien hatten die 120 Fünftklässler mit ihren Deutsch- oder Englischlehrern an dem Gelingen des Musicals gearbeitet. Leseproben wurden veranstaltet, die Rollen wurden verteilt, Kostüme wurden entworfen, sofern sie nicht aus dem Theaterfundus entnommen wurden. Was den Schülern am meisten Spaß machte, waren natürlich die Proben.
Der eigentliche Grund für das Projekt ist „das gemeinsame Erlebnis, das den Kindern hilft, sich mit der Schule zu identifizieren und miteinander in Kontakt zu treten," erklärt Musiklehrer Volker Haubitz. Seit der ersten Aufführung ist er mit dabei und berichtet: „Vom Gesang her waren die Schüler in diesem Jahr besonders gut." Unterstützt wurden die Sänger vom KDG-Orchester unter Alfred Opel, das mit 33 Musikern „so groß wie noch nie" war. Auch Austauschschülerin Sarah Hendrix aus den USA war als Saxophonistin mit von der Partie. Für die Technik sorgte die „Light & Sound" –AG von Lehrer Karl Hömberg. Bemerkenswert war die Darbietung von Charlotte Crefeld, die den Herodes nicht nur mit großem Elan, sondern auch mit großer Überzeugungskraft spielte. Für alle gab es tosenden Applaus.

