Butterfly: Zeit zum Träumen

WESEL. Ein langgezogenes "Oooo-oh" schallte durch die Aula des Konrad-Duden-Gymnasiums (KDG). Ein Ausdruck des Bedauerns der etwa 200 Weseler Grundschüler, als die 90 Minuten lange Aufführung des KDG-Zirkus Butterfly sich gestern Morgen dem Ende zuneigte.

Das junge Publikum hatte die Generalprobe für zwei weitere Darbietungen am gestrigen und heutigen Abend gleich mehrfach zu Begeisterungsstürmen hingerissen. Sie ließen sich vom Motto "Zeitträume" anstecken und tauchten für kurze Zeit vollends in die Welt des Zirkus ein. Und das vom Förderverein der Schule unterstützte Spektakel geizte nicht mit einfallsreichen Nummern.

Die knapp 30 Schüler von der fünften bis zur 13. Klasse zeigten erstaunliches Talent auf dem Einrad oder bei verschiedenen Jonglagen. Ob Bälle, Keulen, Reifen oder Feuer-Fackeln - es gab kaum einen Gegenstand, mit dem der Artisten-Nachwuchs nicht jonglierte. Doch mindestens so überzeugend wie das Können war der Rahmen der einzelnen Programmpunkte.

Da jonglierten 20 Schüler zu den Klängen klassischer Musik und nach den Weisungen eines Dirigenten. Da ließen drei Mädchen nicht nur die Bälle durch die Luft fliegen, sondern würzten ihre Einlage auch noch mit Akrobatik und Tanz. Auch die Komik kam nicht zu kurz. Sehr gekonnt versuchte sich, ein Schüler als Geräusche-Imitator. Die Parodie auf den Kabarettisten Rüdiger Hoffmann war ebenfalls gelungen. Schadenfreude kam bei den Grundschülern auf, als drei ihrer Lehrer sich als Jongleure versuchen mussten. Kontakt-Jonglagen, Turn-Akrobatik sowie ein temporeiches Seilchen-Springen rundeten das Programm ab, bei dem die Schüler unter der Leitung ihres Lehrers Karl Hömberg auch für die Beleuchtung und den Sound verantwortlich waren.

KDG-Lehrer Klaus Schoch, der seit den Anfängen vor zwölf Jahren für den Zirkus Butterfly verantwortlich ist, durfte mit den Leistungen seiner Schützlinge rundum zufrieden sein. Dass nicht alles sofort hundertprozentig gelang, sollte die Schüler kaum gestört haben. Als Hobby-Künstler wissen auch sie, dass die Premiere dann umso besser verläuft.

Von Michael Elsing aus RP vom 28.11.2003

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Bilder von der Zirkusgala