RP-Interview mit Bezirksschülervertretung

RP-Interview mit Ellen Schlütter und Matthias Bröcheler (KDG) vom Vorstand der Bezirksschülervertretung

WESEL. Die beiden Schüler des Konrad-Duden-Gymnasiums, Ellen Schlütter (18) aus Loikum und der Weseler Matthias Bröcheler (19), bilden den Vorstand der neu gegründeten Bezirksschülervertretung (BSV) im Kreis Wesel. RP-Redakteur Klaus Nikolei unterhielt sich mit der BSV-Vorsitzenden und ihrem Stellvertreter.

RP: Welche Aufgaben hat die BSV?

Bröcheler: Das ist alles etwas kompliziert. Am besten schaut man sich unsere Homepage unter www.bsvwesel.de an. Da steht alles drin.

RP: Mal anders gefragt: Welche Ziele verfolgt ihr?

Schlütter: Also zunächst wollen wir eine Kommunikationsbasis schaffen, da uns die Schüler noch kaum kennen. Wir wollen klar machen, dass sich Schüler mit Problemen an uns wenden können und wir wollen schulübergreifende Projekte ins Leben rufen.

RP: Gibt es da schon etwas Konkretes?

Bröcheler: Ja, unser erster Gedanke war, ein großes Schulband-Projekt zu veranstalten.. Dazu wollen wir alle Schulbands im Kreis ansprechen und im Weseler Bühnenhaus ein Festival organisieren. Als BSV haben wir eher die Möglichkeit, das Bühnenhaus anzumieten, weil wir auch Landeszuschüsse erhalten. Wir können auch Schulen unterstützen, die Projekte planen. Zudem sind wir auch kompetenter Ansprechpartner was rechtliche Fragen betrifft.

RP: Das heißt konkret?

Bröcheler: Wenn es beispielsweise Schwierigkeiten mit einem Lehrer gibt, dann können wir den Schülern sagen, ihr könnt euch wehren, ihr habt auch Rechte.

RP: Und diese Informationen können Schülersprecher an den Schulen nicht geben?

Schlütter: Natürlich haben auch die Schülersprecher Unterlagen. Aber ich denke es ist besser, wenn einem der Rücken gestärkt wird von jemandem, der noch mehr Infos hat. Zudem können wir an Experten der Landesschülervertretung verweisen.

RP: Gibt es in der BSV auch Lehrer?

Bröcheler: Ja, Norbert Platte vom Andreas-Vesalius-Gymnasium.

RP: Für wie lange seit Ihr gewählt?

Bröcheler: Für ein Jahr. Und danach?

Schlütter: Dann kann man sich erneut zur Wahl stellen.

RP: Matthias, Du machst im Mai Abitur. Dann ist für Dich ja Schluss in der BSV.

Bröcheler: Als Stellvertreter ja. Aber ich werde der BSV auch weiterhin angehören, um die Homepage zu betreuen, mit der ich mich gut auskenne.

RP: Wie wollt Ihr die Arbeit der BSV in den Schulen publik machen?

Bröcheler: Durch unsere Homepage, auf der wir auch ein Forum anbieten. Gleichzeitig informieren wir im Internet über die geplanten Festivals und Seminare.

RP: Festivals? Ist neben dem Schülerband-Projekt noch etwas anderes geplant?

Bröcheler: Ein Bezirkssportfest. Das wird aber wohl erst im nächsten Jahr realisiert werden können. Dort soll der Wettkampfgeist für die Schulen gestärkt werden. Ich habe ähnliche Veranstaltungen während meines USA-Aufenthaltes kennengelernt und das als sehr positiv empfunden. Man gewinnt für seine Schule und nicht wie beim Schulsportfest nur für sich. Und dann denken wir über ein Festival nach, bei dem die Theater-AGs der Schulen einen Ausschnitt ihres aktuellen Stücks zeigen. Wir sind aber immer für Anregungen von Schülern dankbar.

Aus RP vom 13. 3.2003