Gewusel auf der Bühne

WESEL. "Parole Emil!" So lautete der fröhliche Schlachtruf, der am Donnerstagabend in der Aula des Konrad-Duden-Gymnasiums nicht nur einmal gerufen wurde. Die Theater-AG der Unterstufe brachte nach langem und sorgfältigem Proben Erich Kästners Kindergeschichte "Emil und die Detektive" auf die Bühne.

Witzig und gekonnt

Der kleine Emil Tischbein wird auf der Zugfahrt nach Berlin von einem Dieb beklaut. Am Ziel angekommen, trifft der Bestohlene auf eine Gruppe abenteuerlustiger Kinder. Lauter Bengel mit Berliner Schnauze. Dank ihrer spontanen Hilfe und einer Menge Mut gelingt es Emil, den Schurken auffliegen zu lassen. Mut zum Spielen brauchten die jungen Darsteller, die in die Rollen schlüpften, auch: Witzig und gekonnt brachten die Schülerinnen und Schüler die Geschichte rüber -kleine Fehler oder ein vergessener Text fielen kaum auf, nahm auch niemand übel.

Dass es bei 22 Rollen und zusätzlichen Statisten auf der Bühne manchmal ein kleines Durcheinander gab, störte nicht, ganz im Gegenteil: Das "manchmal gewollte Gewusel" mache den gewissen Witz der Inszenierung aus, unterstrich Lehrerin Ute Pürschel. Sie hatte die Bühnenfassung zum Buch geschrieben und führte Regie. Knapp 45 Minuten lang begeisterten die Nachwuchstalente des KDG etwa 70 Zuschauer und wurden mit heftigem Applaus für ihre Mühe belohnt.

Stolz sein konnte Ute Pürschel auf ihr "Ensemble" also wirklich: Erneut kann die Theater AG im Rahmen des Erich-Kästner-Jahres einen Erfolg verbuchen.

Von Steffi Bork aus NRZ vom 13.07.2002, NRZ-Foto: Felix Kleinherbers