KDG-ABITUR / Abschied mit Tränen
WESEL. "It's the final Countdown!" - dieses Gefühl hatten wohl die meisten der 74 Abiturientinnen und Abiturienten des Konrad-Duden-Gymnasiums, als sie am Samstagmorgen ihre (vorerst) letzten Schulzeugnisse entgegennahmen. Man könnte auch sagen, dass sie getreu ihrem Abi-Motto "Psychisch labil" nun endlich als geheilt aus der Anstalt entlassen wurden.
In großem Stil hatten sie ihre Entlassungsfeier vorbereitet und ernteten nun die Früchte ihrer Arbeit: Eltern, Lehrer, Gäste und auch sie selbst waren vom Programm begeistert. Doch neben einem lachenden gab es bei manchen auch ein weinendes Auge. Zwar hätten sie nun mit ihrem erworbenen Wissen eine gute Ausgangsposition für ihr weiteres Leben, meinte Ex-Direktor Gerd Boekhorst, aber dennoch fiel vielen Schülern und Schülerinnen der Abschied schwer. Stufensprecherin Stephanie Kloster hatte wie einige andere zum Schluss ihrer Rede Tränen in den Augen.
Den Lehren fiel es ebenfalls schwer, ihre Schützlinge, die sie zum Teil neun Jahre unterrichtet haben, gehen zu lassen. Die ironische Grabrede der Beratungslehrer Marlies Kleinschmidt und Werner Lohmann erntete mit den Betitelungen der Abiturienten zwar viele Lacher, doch ihr Schlusssatz "Wer diesen Jahrgang gekannt hat, der wird ihn nie vergessen" entsprach ganz sicher der vollen Wahrheit.
Dass dies in der Tat ein ganz besonderer Jahrgang war, wurde auch durch sehr viele überdurchschnittlich gute Noten deutlich. Angelique Broghammer erhielt einen Preis für besondere Leistungen in Chemie, Paul Marcovici war der beste Abiturient im Fach Französisch, und Rene Hess, Jens Köcke, Thomas Mura, Martin Schuster und Stefan Schrammeyer wurden für ihre herausragenden Leistungen in Physik ausgezeichnet.
Auch musikalisch hatten sich die 74 Reifeprüflinge einiges einfallen lassen. Mit Klavier-und Cello-Musik entsprachen sie keinesfalls der "Fun-Generation", die Direktor Heinz-Gerd Schott ansprach. Er gab ihnen einen letzten Auftrag mit auf den Weg: Sie sollen nun nach ihrer Schulzeit allen zeigen, was in ihnen steckt und gegen den schlechten Ruf der deutschen Schüler ankämpfen.
Von Steffie Bork aus NRZ vom 24.6.2002, Foto: Marc Albers


