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Suburb Of Hell

Himmlische Punk-Klänge

Fünf im Vorhof der Hölle: Suburb sind aber alles andere als fünf böse Buben. Mit Anleihen aus dem Hardcore-Punk-sektor will Suburb of Hell mit eigenem Stil die Weseler Musikszene auf mischen. foto: privat

"Suburb Of Hell" hat die Feuertaufe vor 300 Fans in Dortmund bestanden - Jetzt wollen die 5 jungen Musiker sich mit eigenen Stücken einen Namen in Wesel machen - Aufnahmen fürs Internet - Auftritt in der Metal-Nacht

VON MALTE SCHMITZ in RP vom 16.1.2007

WESEL Die Idee zur Gründung der Band „Suburb of Hell" kam einst von Bassmann Philip Tuda. Dessen Wunsch war es schon immer, in ei­ner Gruppe zu spielen. Was liegt da näher, als seine Klassenkameraden zur Musikschule zu schicken und dann einfach loszulegen. Leichter gesagt, als getan, aber so in etwa muss es bei den Jungs von „Suburb of Hell" gewesen sein. Mit dem fes­ten Ziel, eines Tages zusammen auf der Bühne Musik zu machen, legten sich Tim Büning, Thomas Reichelt und Simon Bühnen beim Gitarren-und Schlagzeugunterricht mächtig ins Zeug. Mit Tim Buschkamp vor dem Mikrofon fand sich passender­weise auch ein wirklich geeigneter Sänger.

Im November 2005 war es dann endlich soweit. Zum Auftakt stu­dierten die fünf Jungs vom Konrad-Duden-Gymnasium einige Cover­songs ein, zum Beispiel Stücke von Bands wie „The Offspring", „Penny-wise" und der „Bloodhoundgang". Einige Zeit später erfolgte der erste Auftritt, der in Dortmund gleich vor stolzen 300 am Ende total begeis­terten Zuschauern im Rahmen ei­nes offenen Künstlerfestivals statt­fand. „Obwohl die Soundqualität insgesamt echt mies war, haben die Leute ziemlich zu unserer Musik gerockt", erinnert sich Sänger Tim Buschkamp gern an die erfolgrei­che Premiere.

Emanzipation hat begonnen

Dieser erste Gig ist bislang der einzige geblieben, doch das soll sich jetzt bald ändern. Die fünf Jungs haben sich auf eine bestimm­te Musikrichtung spezialisiert und schreiben seit zwei Monaten ihre eigenen Songs. „Unser bevorzugter Musikstil ist mit dem von Bands wie etwa, Bullet for my Valentine' zu vergleichen und geht so in Richtung Metalcore", erklärt Gitarrist Thomas Reichelt. Diese Art von Rockmusik greift auf Elemente des Trashmetal sowie des Hardcorepunks zurück. Die Texte schreiben Bassist Philip Tuda und Sänger Tim Buschkamp gleicher­maßen. Die beiden Höllen-Vor­städter lassen dabei stets ihre eige­nen jugendlichen Erfahrungen einfließen. So entstehen Stücke mit Ti­teln wie „Disappointment" oder „This is the End", die von alltägli­chen Erlebnissen und Gefühlen handeln. Im Plattenladen ist die Band noch nicht vertreten, denn die Jungs wol­len sich zunächst einmal einen Namen in Wesel und Umgebung ma­chen. In einem Tonstudio in der Weseler Innenstadt wollen sie schon bald ihre Songs aufnehmen, die man dann auf ihrer Homepage anhören kann.

Wenn die fünf proben, kann es passieren, dass Drummer Simon Bühnen die Drumsticks verliert, die dann im hohen Bogen durch den Proberaum fliegen, doch das ist zum Glück eher die Ausnahme. An­sonsten ist die Band alles andere als gefährlich - höchstens eines Tages für die Konkurrenz.

INFO Schnelldurchlauf

Besetzung: Tim Buschkamp (15): Gesang; Tim Büning (14): Gitarre; Philip Tuda (15): Bass; Thomas Rei­chelt (15): Gitarre; Simon Bühnen (14): Drums

Nächster Auftritt: am 24. Februar bei einer Metal-Nacht im Session in Wesel (Südring 1). Homepage: www.suburb-of-hell.de.vu