Sabine Suhrborg stellt aus

Sabine Suhrborg stellt im KDG aus - Gut, wenn die Kunst in die Schulen kommt

WESEL. Wenn Schulleiter Heinzgerd Schott liebevoll von der „guten Stu­be" des Konrad-Duden-Gynasiums (KDG) spricht, ist die Rede von der Aula. Hier wurde am Freitagabend die Bilderausstellung von Sabine Suhrborg eröffnet. Bereits zum vier­ten Mal bieten die großen weißen Wände den Werken eines Künstlers reichlich Raum und Platz, sich zu präsentieren.

„Ich gebe zu, ich war zuerst sehr skeptisch - von wegen Kunst in der Schule", gesteht Sabine Suhrborg. „Doch als ich den Raum sah, und das große Interesse der Schüler und Leh­rer spürte, hatte ich keine Zweifel mehr. Ich finde die Idee, Kunst in die Schulen zu bringen, sehr gut." Davon ist auch die erste Vorsitzende des Fördervereins, Antje Imach, über­zeugt. „Die Schüler reagieren mit großem Interesse auf unsere Ausstel­lungen. Sie erfahren viel über die un­terschiedlichsten Kunstrichtungen, was auch im Kunstunterricht aufge­arbeitet wird."

Suhrborg zeigt einen Querschnitt ihrer Malerei - von kleinen Tusche­zeichnungen bis hin zu großformati­gen Bildern in Öl auf Leinwand. „Ich habe versucht, diesmal eine etwas an­dere Zusammenstellung zu wählen. Hier kommen sehr unterschiedliche Bilder und Macharten zusammen." Zum ersten Mal ausgestellt und ein zentraler Anziehungspunkt der Aus­stellung ist der „Lebensbaum". Es ge­schieht nicht oft, dass die Künstlerin einen Titel für ihre Arbeiten vergibt.

Doch in diesem Fall musste sie ihr Bild einfach so nennen, wie sie er­klärt. An einem dicken Ast „weht" eine lange Fahne in kräftigen Farben. Komplementär- oder Spektralfarben spielen nach wie vor eine große Rolle im Leben der Künstlerin. „Komple­mentäre Gegenpole, der Ausgleich der Pole, die Übergänge der Farben oder eben Landschaften in Flächen aufteilen, all das sind sehr wichtige Themen für mich", erklärt Suhrborg.

Das neu entdeckte Quadrat

Für sich neu entdeckt hat die Künstlerin das Quadrat. Auch hier ei­nen Ausgleich zu schaffen zwischen Horizontale und Vertikale, übt einen besonderen Reiz auf Suhrborg aus. Die gelernte Tischlerin sieht ihre Bil­der als Projektionsfläche für die eige­ne Fantasie. Sie versucht nichts dazustellen. Es geht ihr allein um die Pole oder um das Zusammenbringen be­stimmter Farben. Damit Gefühle zu erwecken oder zu vermitteln, das ist es, worauf es ihr ankommt.
Sabine Suhrborg wurde 1962 in We­sel geboren. Sie studierte in Duisburg und Aachen und hat bereits zahlrei­che Gruppen- und Einzelausstellungen hinter sich. Die Ausstellung in der Aula des KDG ist noch bis zu den Sommerferien, also bis zum 20. Juli, zu den Schulzeiten zu sehen.
Kunstinteressierte Besucher kön­nen sich im Sekretariat unter 02 81/ 64 595 über die Öffnungszei­ten informieren.    SIE