Forschen ohne Notendruck

- Während der Projekttage am Konrad-Duden-Gymnasium lernten Schüler aus verschiedenen Jahrgangsstufen die Grundbegriffe in Erster Hilfe. Ein Thema, das viele Besucher interessiert hat. rp-foto: ekkehart malz
666 Jahre Konrad-Duden-Gymnasium: Zum Abschluss der Festwoche präsentierten Schüler die Ergebnisse einer umfangreichen Projektwoche. Höhepunkte: Theaterstücke aus 50 Jahren, Infos zu prominenten Ehemaligen.
VON DANIEL BRODHUHN in RP vom 9.9.2008
WESEL Im Rahmen ihrer 666-Jahr-Feier hatten die Schüler des Konrad-Duden-Gymnasiums eine Woche lang an unterschiedlichen Projekten gearbeitet. Die Ergebnisse wurden jetzt vielen interessierten Eltern, Freunden und Verwandten vorgestellt. „Endlich können die Schüler ihren Familien einmal eine vorzeigbare Hausarbeit präsentieren und nicht eine, die nur auf dem Papier zu sehen ist", sagte KDG-Schulleiter Dr. Heinz-Gerd Schott, der ein positives Fazit der Projektwoche zog. „Vor allem freue ich mich natürlich über die vielen tollen Ideen, die unsere Schüler in dieser einen Woche realisiert haben", sagte Schott. Aus einigen Textbeiträgen soll in naher Zukunft eine Festschrift entstehen.
Ahnenforschung und Sprachtest
Besonders gut besucht war bei der Vorstellung der Projekte die Aula. In ihr spielten Schüler aus allen Jahrgängen unter der Leitung von vier Lehrern Szenen aus den verschiedenen Theaterstücken, die in den vergangenen 50 Jahren am KDG aufgeführt wurden. Unter anderem gab es eine Hommage an die Inszenierungen einiger aktueller oder ehemaligen Lehrer. Insbesondere die Leistungen von Eugen Richter, Ute Pürschel und Ernst Gadow wurden dabei gewürdigt.
In zahlreichen weiteren Projekten ließen die Schüler ihrer Kreativität freien Lauf. Darunter war zum Beispiel eine Auseinandersetzung mit der NS-Vergangenheit und der Frage, wie das KDG eigentlich im Dritten Reich aussah. Religionslehrer Hermann Westbrock erklärte mit seiner Gruppe von Schülern die Historie der Klöster in und um Wesel. Angelehnt an den zur Zeit aufstrebenden Studiengang „International Business" konnten Interessierte in einem Mini-Sprachkurs ihre Englischkenntnisse im Bereich Wirtschaft überprüfen. Außerdem gab es Informationen über die Waldorf-Pädagogik und einen Einblick in die Ahnenforschung. In einem Filmbeitrag plauderten ehemalige Lehrer und Schüler über „die alten Zeiten".
Brief vom Test-Chefredakteur
Außerdem bestand die Möglichkeit, sich über Austauschmöglichkeiten am KDG sowie über prominente Ehemalige zu informieren. Zu ihnen gehören der Nato-General Egon Ramms, Hamminkelns Bürgermeister Holger Schlierf und Hermann-Josef Tenhagen, Chefredakteur der Zeitschrift „Finanztest" in Berlin. Englisch hatte Tenhagen bei Heinz Heitkötter. „Ich habe ihm geschrieben und von unserer Projektwoche berichtet. Er fand die Idee so toll, dass er nicht nur eine Autogrammkarte von sich geschickt hat, sondern wir gleich auch noch ein kleines Interview drangehängt haben", so Heitkötter erfreut. An der Projektwoche hatten Lehrer und Schüler gleichermaßen Freude. „Das war schon sehr angenehm, ohne jeglichen Notendruck an einer Aufgabe zu werkeln", meinte sagt Lukas (12) aus Hamminkeln.
INFO Festschrift
Aus den Bildern, die beim großen Sportfest im Rahmen von „666 Jahre KDG" geschossen wurden, und den Texten der Projekttage soll in nächster Zeit eine Festschrift entstehen.

