Tenhagen in Wesel
Finanztest-Chef spricht bei Kreis-Landfrauen
KREIS WESEL (RP) Der Landfrauenverband Kreis Wesel führt am Dienstag, 5. April, in der Niederrheinhalle Wesel einen Kreislandfrauentag durch. Beginn der Veranstaltung ist 14 Uhr. Hauptreferent ist Hermann-Josef Tenhagen, der aus den Medien bekannte und aus Hamminkeln-Havelich gebürtige Wirtschaftsjournalist und Chefredakteur der Zeitschrift "Finanztest" und Abiturient des Konrad-Duden-Gymnasiums. Der gefragte Interviewpartner in allen Finanzkrisen spricht zum Thema "Mein Geld 2011 - die Haushaltskasse vor Euro-Krise, Micker-Zinsen und Dispo-Unverschämtheiten schützen". An diesem Nachmittag finden außerdem Ehrungen und Verabschiedungen von Ortsverbandsvorsitzenden statt, die bei den Wahlen 2010 ausgeschiedenen sind. Auch die langjährige Kreisvorsitzende Margret Ueltgesforth wird verabschiedet. RP vom 25.3.2011

- Hermann-Josef Tenhagen, Chefredakteur von Finanztest, fühlte sich bei den Landfrauen in Wesel wohl. Eigentlich wollte er noch seine Eltern in Hamminkeln-Havelich besuchen. Doch dann hatte er noch einen Termin in Berlin, rp-foto: malz in RP vom 6.4.2011.
Anlagetipps zum Bienenstich
Beim Kreislandfrauen-Tag des Rheinischen Landfrauenverbandes drehte sich gestern in Wesel alles um das „unerschöpfliche Thema Geld". Finanztest-Chef Hermann-Josef Tenhagen gab in seiner Heimat wertvolle Tipps.
VON ISABELL HULSER in RP vom 6.4.2011
KREIS WESEL Mit den Worten „Sehr geehrte Gäste, liebe Mama", begann gestern Nachmittag Finanztest-Chefredakteur Hermann-Josef Tenhagen seinen Vortrag beim Landfrauentag in der Weseler Niederrheinhalle. Hier fühlt er sich zu Hause, stammt er doch aus der Hamminkelner Bauernschaft Brünen-Havelich. Bevor er zum Thema „Mein Geld 2011 - die Haushaltskasse vor der Euro-Krise, Micker-Zinsen und Dispo-Unverschämtheiten schützen" referierte, hatte er sich bei Bienenstich und Kaffee mit Antonia Bruns, der neuen Kreisvorsitzenden der Landfrauen im Kreis Wesel, ausgetauscht. „Ich finde es großartig, inhaltliche Fragen mit Kaffee und Kuchen zu verbinden. Normalerweise sind solche Vorträge weniger entspannt", freute sich der 48-Jährige. „Ich rede sonst eher vor Versicherungsmanagern und Abgeordneten - vor Landfrauen, das ist Premiere", verriet Tenhagen.
Ein waschechter Niederrheiner
Seiner Mutter hatten es die knapp 500 Landfrauen an den mit Blumengestecken bestückten Tischen zu verdanken, dass der bundesweit bekannte Journalist, der vor allem in der Wirtschaftskrise auf allen Sendern ein gefragter Gesprächspartner war, den Weg von Berlin an den Niederrhein gefunden hatte. „Anneliese Hecheltjen, Vorsitzender der Brüner Landfrauen, hat meine Mutter angesprochen", erklärt er. Seine Hoffnung, nach der Veranstaltung seine Eltern in Havelich zu besuchen, zerschlug sich. Terminbedingt musste er noch am Abend zurück in die Bundeshauptstadt zu einem wichtigen Termin. Er ist schließlich ein gefragter Mann.
Für die Landfrauen hat sich der Besuch in Wesel zweifelsohne gelohnt. Denn sie erfuhren einiges zum „unerschöpfliche Thema Geld", wie Antonia Bruns bemerkte. Der Dispo, klärte Tenhagen auf, ist die teuerste Variante, um sich Geld zu leihen - besonders in Wesel. Hier gehörten die Dispozinsen mit zu den teuersten im ganzen Land. Zudem unterschied er drei Sorten von Spargeld: Das „Alltagsgeld" („Das gehört aufs Tagesgeldkonto"), das „Altersgeld" („Altersvorsorge, zum Beispiel Riester") und das Sonntagsgeld („Das, was wirklich übrig ist, ist gedacht für riskantere Geldanlagen"). Hierzu gab es speziell auf Frauen zugeschnittene Tipps. „Schließlich verwalten sie die Kasse zu Hause", so der Experte. Darüber hinaus sind sie „echte Multitasking-Talente" (Wesels Bürgermeisterin Ulrike Westkamp), „fleißigen Bienen" (stellvertretender Landrat Heinrich Heselmann) und „zeigen herausragenden Einsatz" (Margret Vosseier, Präsidentin des Rheinischen Landfrauenverbands). Grund genug, dies ein wenig zu feiern, inklusive musikalischer Begleitung und Kabarett.


