Heimatbühne Hamminkeln

- Ein eingespieltes Ensemble mit zwei neuen Gesichtern: Bei der Heimatbühne Hamminkeln steigt wieder das Lampenfieber. rp-foto: karin koster in RP vom 26.3.2011
"Das darf doch nicht wahr sein"
VON CORNELIA KRSAK in RP vom 26.3.2011
HAMMINKELN Bürgermeister Max hat es schwer, als „Zugezogener" in seinem Job Fuß zu fassen. Einige Bewohner der Stadt beäugen den Neuen in der Amtsstube mit Argwohn. „Was weiß so'n junger Schnösel schon, was wir hier brauchen?" ereifert sich Adele. Rathaussekretärin Krimhilde hat nichts gegen etwas „frischen Wind" im Amtszimmer, wären da nicht ein paar Ungereimtheiten. Warum verbringt der Bürgermeister so viel Zeit mit der Managerin Marion in seinem Büro?
Doch das ist längst nicht das einzige Problem, mit dem sich die Sekretärin herumschlagen muss …„ Das darf doch nicht wahr sein" heißt die neue Komödie, mit der die Heimatbühne Hamminkeln am Samstag, 2. April, im Bürgerhaus Friedenshalle Premiere feiert. Tags drauf gibt es eine weitere Aufführung. „Wir suchen uns immer ein Stück, das zur Anzahl unserer Leute passt. Aber komisch muss es sein", sagt Bärbel Westbrock, Vorsitzende des Theatervereins. Seit 1989 führt die Heimatbühne, ursprünglich ein Ableger des Männerchores MGV Bleib treu und seit 2002 eigenständiger Verein, ein abendfüllendes Programm auf. Neben dem harten Kern sind zwei neue Gesichter auf der Bühne zu sehen.
In Mutters Brautkleid
Stefanie Hain spielte schon in der Schule gern Theater. Bei der Suche nach einer Gruppe in der Nähe stieß die 23-Jährige auf die Heimatbühne. „Das Stück ist witzig und macht sehr viel Spaß. Es ist aber auch viel Arbeit, die Texte zu 1er-nen", sagt die Hamminkelnerin, die in die Rolle der Immobilienverwalterin Marion schlüpft. Julia Brüggemann ist noch nie vor Publikum aufgetreten. Die 18-Jährige spielt Adeles mollige und etwas beschränkte Tochter Mina, eine enttäuschte Braut. „Das Brautkleid ist von meiner Mutter", erzählt Julia Brüggemann. Wenn die Schule es zulässt, würde sie gern weiter Theater spielen.
Die Hauptrollen übernehmen diesmal Anette Feldmann als Krimhilde und Veronika Korthauer als Adele, die ihre Schwägerin wegen jeder Kleinigkeit im Rathaus besucht. Bürgermeister Max wird von Stefan Schulz gespielt.
Daneben sorgen weitere Personen für Verwirrung und Verwechslung, wie Amtsbote Fridolin, der nach 25 Jahren wieder im Ort auftaucht, oder Auswanderer Jakob, der aus den USA einfliegt, um seine Mutter zu besuchen und von Adele für einen Einbrecher gehalten wird. Krimhildes unehelicher Sohn Thomas verliebt sich ausgerechnet in die Polin Sofia, die gerne den Job als Haushälterin des Bürgermeisters möchte und sich als rettender Engel entpuppt.
Karten für die Aufführungen am 2. und 3. April, jeweils um 19 Uhr im Bürgerhaus Friedenshalle, gibt es bei Lotto/Toto Biggel, in der Buchhandlung Michelbrink und im Bürgerhaus. Der Eintritt kostet 5 Euro. Wegen der starken Nachfrage wird der Kartenvorverkauf empfohlen. www.heimatbuehne-hamminkeln.de

