Rock am KDG

- Lisa-Marie Buschkamp machte als Sängerin der Band "In Your Pocket" den Auftakt in der Schul-Aula. Es war erst der zweite richtige Auftritt der Gruppe. Mit Songs wie "Dance With Somebody" luden die sieben jungen Musiker das Publikum zum Mitsingen ein. rp-foto: karin koster in RP vom 28.3.2011
„Rock am KDG": Aula bebt
Bei der zweiten Auflage des Konzerts „Rock am KDG" feierten 350 Fans zur Musik von sieben Weseler Bands richtig ab. Wer denn Text nicht konnte, klatschte einfach im Takt. Drei Monate haben die Vorbereitungen gedauert.
VON KATHARINA PAUS in RP vom 28.3.2011
WESEL „Rock am KDG - die zweite Auflage!": Gerockt wurde am Freitagabend in der Aula des Konrad-Duden-Gymnasiums. Sieben Weseler Bands sollten die Aula zum Kochen bringen. Eigentlich eine Veranstaltung ausschließlich für AVG- und KDG-Schüler, doch die Bands hatten ein kleines Kontingent an Karten für weitere Rocker zur Verfügung gestellt. Bereits 250 Tickets wurden vor dem Start verkauft. Für zwei Euro pro Karte bekamen die Besucher ein vielseitiges Programm geboten.
Zu Bryan Adams gegrölt
Den Auftakt machte die Band „In Your Pocket" mit sieben jungen Musikern. Es war erst ihr zweiter richtiger Auftritt, aber der konnte sich sehen lassen. Noch etwas verhalten, dafür aber mit einer starken Stimme, lieferten sie eine souveräne Performance ab. Mit Songs wie „Dance With Somebody" luden sie zum Mitsingen ein. Eisbrecher des Abends waren „Flash Forward". Mit Stücken wie „The Breath We Take" rockten sie die Aula des Gymnasiums. Die rund 350 Besucher gingen voll mit. Wer denn Text nicht konnte, klatschte einfach im Takt. Sie verabschiedeten sich mit „One By One". Die Aula bebte.
Als die Menge warm war, kam die Band „Marchbreak". Für die vier Jungs war es ein Heimspiel. Dominik Sabolovic, Alexander Tatman, Justin Rio Krusenberg und Felix Hemmers sind alle Schüler am Konrad-Duden-Gymnasium. Sie spielen erst seit einem Jahr zusammen und legten einen Top-Auftritt hin. Bei ihrem letzten Stück „Summer of 69" von Bryan Adams wurde bis in die letzte Ecke der Schule gerockt und gegrölt.
Etwas härter ging es weiter: mit Hardcore-Musik von „Inside Fearful Eyes". Die fünf Jungs aus Wesel trafen mit ihrer Musikrichtung nicht den Geschmack aller Besucher, aber das tat der Stimmung keinen Abbruch. Lisa Busch (17) und Klara Ventz (16) stellten fest: „Obwohl das nicht unser Musikstil ist, haben uns die Bands überzeugt!" Organisiert wurde das Rockkonzert von der Stufe 10 des KDG. Es sollte anlehnen an das Konzert im Rahmen der 666-Jahrfeier 2008. Rund drei Monate hat die Vorbereitungszeit gedauert. Getränke mussten organisiert, die Bands ausgewählt werden, Security war Pflicht. Als der Plan stand, wurde dieser noch von der Schulleitung abgesegnet. Trotzdem war es am Ende ein reibungsloser Ablauf.
Auch Mitorganisator Daniel Heuken war sehr zufrieden mit der zweiten Auflage von „Rock am KDG": „Es war ein super Abend, nette Leute, tolle Stimmung und jede Menge gute Bands". Auch die Organisation habe gestimmt: „Alles lief genauso ab, wie wir es geplant hatten", sagte Heuken.
INFO: Ein Heimspiel
Es spielten an diesem Abend sieben Weseler Bands: In Your Pocket, Flash Forward, Marchbreak, Inside Fearful Eyes, Words Colliding, We Set The Sun, Blizzard. Für einige war es ein Heimspiel, da es überwiegend Schülerbands waren.

- Lisa-Marie Buschkamp, Sängerin der Band "In your pocket", beim KDG-Rockkonzert. Foto: Markus Joosten in NRZ vom 28.3.2011.
Rock in der Schulaula
Begeisterte Teilnehmer und Zuhörer am Konrad-Duden-Gymnasium. Konzert mit Weseler Bands
Von Stefanie Hain in NRZ vom 28.3.2011
Wesel. „Für Gehörschäden wird keine Haftung übernommen" war auf einem großen Schild direkt am Eingang zur abgedunkelten Aula des Konrad-Duden-Gymnasiums zu lesen. Der warnende Hinweis war aber hinsichtlich der musikalischen Qualität, die am Freitagabend in der Aula geboten wurde, vollkommen überflüssig. Das von Schülern organisierte Konzert „Rock am KDG" wurde zum Hör- und Partygenuss.
„Vor zwei Jahren gab es so ein Konzert schon mal hier an der Schule, damals zum 666-jährigen Schuljubiläum. Wir dachten, es wäre eine gute Idee, so etwas noch mal auf die Beine zu stellen", erklärte Maike Todeskino, Mitorganisatorin des Rock-Events für Schüler des Konrad-Duden-und Andreas-Vesalius-Gymnasiums, etwas atemlos. Kurz vor Beginn des Konzerts war noch einiges zu tun. „Wir planen aber schon seit November. Vor zwei Jahren hat das ja die Schulleitung organisiert, jetzt lag alles in unserer Hand."
Viele Schüler mit dabei
Das hieß für die Jahrgangsstufe 10, die das Konzert als eine Art Großprojekt für sich entdeckt hatte, Kostenplan aufstellen, Konzept erarbeiten, Helfer für Garderobe, Kasse und Wertmarken rekrutieren und alles dem Schulleiter präsentieren. „Der hat uns aber sehr viele Tipps gegeben und geholfen", lobte Maike Todeskino. Auch die Bands waren dann schnell gebucht. „In fast jeder Band, die heute auftritt, spielen Schüler aus unserer Stufe."
Am Freitagabend war es dann endlich so weit: ab 18.30 Uhr verwandelte sich die Aula in eine Rockkonzerthalle. Ein Musiker lugte noch kurz aus dem roten Vorhang und tönte in die Menge: „Hey, wir checken kurz den Bass", dann ging es auch schon los. Die meistbekannten Weseler Bands „Blizzard", „Flash For-ward", „We set the sun“, „Marchbreak" und „In your pocket" stürmten nacheinander die professionell ausgestattete Bühne und unterhielten ihr Publikum laut- und stimmstark mit eigenen und gecoverten Songs.
Den Auftakt machte die Schülerband „In your pocket", eine sehr junge, fast noch unbekannte Band. „Das ist heute erst unser dritter Auftritt", verriet Fabrice Kunze (Keyboard). Von Lampenfieber war aber nichts zu spüren; Lisa-Marie Buschkamp, Irina Chang, Simon Vogel, Laurenz Rueter und Fabrice Kunze lieferten ordentlich ab. Die Coverband punktete mit stylisher Optik und gutem, eingehenden Sound. Songs von Greenday, Sunrise Avenue oder Mando Diao waren der perfekte, softrockige Einstieg in den Abend. Selbst die Jüngsten, die sich mit einem Becher Limonade ganz nah an die Bühne drängten, kamen bei Abivorfeten-Atmosphäre auf ihre Kosten, genau wie die obligatorischen Pärchen, die ganz partytypisch, in der Ecke den ein oder anderen Kuss austauschten. Bis Mitternacht rockten die Bands vor einem gemischten Publikum, das auf jeden Fall eines hatte: ganz viel Spaß.

