Mit Sonnenbrille zum Unterricht

- Unterrichtsstunde unter freiem Himmel. Am KDG ist es nun möglich. Foto: Markus Weißenfels in NRZ vom 21.5.2011.
Die Schüler des Konrad-Duden-Gymnasiums zieht’s künftig bei warmem Wetter nach draußen auf die neuen „Action-Bänke“
Wesel. 25 Grad im Klassenzimmer, die stickige Luft steht, weil trotz geöffneter Fenster kein Luftzug hereinweht. Dafür scheint die Sonne unerbittlich mit hochsommerlicher Kraft in den Raum. Wer am Fenster sitzt, dem tropft der Schweiß aufs Schulheft. Hitzefrei, klare Sache! 25 Grad aber sind dafür noch zu wenig.
Noch kein hitzefrei
Die Schüler des Konrad-Duden-Gymnasiums (KDG) können dem stickig-heißen Klassenzimmer in Zukunft auch dann entfliehen, wenn Schulleiter Dr. Heinzgerd Schott sich noch sträubt, seinen Schülern hitzefrei zu geben. Auf dem Pausenhof stellte die Schule unter vier Schatten spendenden Platanen sechs so genannte „Action-Bänke" auf - ideal für Kleingruppenarbeit, erklärt Schott: „Gerade nachmittags ist der Unterricht nicht mehr so lehrerzentriert, sondern schülerorientierter." Es gibt keine Tische, deswegen „kann man da nicht so gut aufschreiben", findet Johanna aus der 6b des KDG. Allzu viel wird im Open-Air-Klassenzimmer aber ohnehin nicht geschrieben. Die Schüler sollen diskutieren, sich austauschen und die Lerninhalte so erarbeiten. Ab fünf Grad Außentemperatur solle der Unterricht draußen zum Alltag gehören, fordert Johannas Mitschüler Marc. „Da komme ich aber nicht mit raus", nimmt ihm seine Englischlehrerin Stephanie Gerwer energisch die Hoffnung auf täglichen Draußen-Unterricht. 20 Grad sollten es schon sein. Sonnenbrillen, so versichert sie, seien dann ausdrücklich erlaubt.fb in NRZ vom 21.5.2011

