Chance für Migranten

Von links: Wolfgang Jung, Dieter Dünnhaupt, Ralf Henßen, Doris Kusmanov, Andreas Brinkmann, Dr. Heinzgerd Schott, Clemens Simon.

 

Sprachkurs für Flüchtlinge in Wesel erfolgreich gestartet!

„Regelmäßig mit großem Eifer dabei sind 25 junge Flüchtlinge im Alter zwischen 16 und 26 Jahren, denn sie wollen die deutsche Sprache lernen.“, sagt VHS-Direktor Andreas Brinkmann über den neuen und gut angenommen Sprachkurs.

Der Startschuss für diesen Kurs, der 200 Unterrichtsstunden umfasst, fiel am 15. April. Möglicht wurde er durch das Engagement der Flüchtlingshilfe Wesel sowie den vorbildlichen gesellschaftlichen Einsatz und Spenden des Lions Club Wesel, des Konrad-Duden-Gymnasiums und der Pfadfinder Wesel.“, lobt der VHS-Direx.

Langfristige Chancen und Perspektiven für 25 Jugendliche


Die am Projekt Beteiligten sind sich einig: Deutschkenntnisse sind zur aktiven Teilnahme am gesellschaftlichen Leben wichtig und „das umgesetzte Projekt eröffnet den 25 Jugendlichen langfristig Chancen und Perspektiven. Die Jugendlichen fühlen sich ernst genommen, unterstützt und sehen, dass ihnen das erlernte Wissen im Alltag weiter hilft.“, so Wolfgang Jung und Ralf Henßen vom Lions Club, der letztes Jahr den Förderpreis an die Flüchtlingshilfe verliehen hat.
Der Kurs soll den jungen Teilnehmern unter anderem dabei helfen, einfache Behördengänge zu bewältigen, sich im Supermarkt zurechtzufinden oder einfach nur zu trauen, auf der Straße nach dem Weg zu fragen.

„Sprache ist das A und O.“


Denn „Sprache ist das A und O. Wir von der Flüchtlingshilfe haben gemerkt, dass wir es alleine nicht schaffen.“, blickt Doris Kusmanov zurück und ist sehr dankbar für die Hilfe. Hier „zeigt sich, dass lokale Hilfsstrukturen in Wesel funktionieren und gemeinsam einiges bewegt werden kann.“, sagt Dr. Heinzgerd Schott (KDG) und Clemens Simon (Pfadis) fügt hinzu: „Als Pfadfinder haben wie die Flüchtlinge schon länger ‚auf dem Schirm‘. Das Thema unserer aktuellen Aktion ist: ‚Gastfreundschaft für Menschen auf der Flucht.‘“

Sprachkurs-Abschluss international anerkannt


In dem neuen Kurs, der mit einem international anerkanntem Zertifikat abgeschlossen werden kann, aber nicht zwingend muss, wie Brinkmann betont, „lernen einige akademische Teilnehmende gemeinsam mit einigen sehr wenig lernerfahrenen Personen.“ Positiv: „Bei sprachlichen Barrieren unterstützen sich die Jugendlichen sehr solidarisch gegenseitig.“ Auch das zeugt von hoher Motivation der Teilnehmer.

Quelle: Der Weseler