2015 Austausch mit Frankreich

Adjektive zu „Austausch“: wissenschaftlich, regelmäßig, intensiv, ständig, gegenseitig, rege, kulturell, interkulturell

Dies sind Adjektive, die einem vorgeschlagen werden, wenn man bei duden.de das Wort „Austausch“ eingibt. 26 Schülerinnen und Schüler des KDG können diese Liste nun nach ihren Erfahrungen im April und Mai diesen Jahres erweitern und ergänzen.

Vom 13. April bis zum 20. April  kamen 31 Schülerinnen und Schüler mit ihren drei Begleitlehrern aus dem gallischen Montlouis-Sur-Loire ins germanische Wesel und Umgebung. Das KDG wurde erkundet, am deutschen Unterricht wurde teilgenommen, wobei unter anderem mit Verwunderung festgestellt wurde, dass deutsche Schulen im Gegensatz zu französischen Schulen nicht umzäunt sind. Die Frage, warum die Schülerinnen und Schüler denn nicht weglaufen würden, durften die Jugendlichen dann untereinander klären.

Das Programm sah für die Franzosen folgendermaßen aus: Eine Stadtralley in Wesel und eine herausfordernde Fahrradtour zum Otto-Pankok-Museum. Gemeinschaftlich mit den Austauschpartnern wurde dem Kletterwald in Duisburg ein abenteuerlicher Besuch abgestattet und ein Tag in Köln mit dem obligatorischen Domturmaufstieg und einem leckeren und interessanten Abstecher ins Schokoladenmuseum mit anschließender Freizeit verbracht. Das Wochenende wurde von den Gastfamilien unterschiedlich gestaltet (auch sprachlich: Kommunikation fand auf französisch, deutsch, englisch und sicherlich auch mit Händen und Füßen statt).

Tränenreich wurden die Gäste verabschiedet, doch die Trennung sollte nicht allzu lange andauern: Vom 27. Mai bis zum 03. Juni ging es dann für 25 KDG-Schüler (davon zwei Lateiner) an die wunderschöne und wilde Loire. Nach einer elfstündigen Busfahrt konnten die Jugendlichen von ihren Austauschpartnern bei schönstem Wetter begrüßt werden und den ersten Abend direkt in den Familien verbringen. Der zweite Tag beinhaltete einen Einblick in den französischen Schulalltag, wobei erstaunt festgestellt wurde, dass die Lehrkräfte in Frankreich wesentlich strenger seien als in Deutschland. Der weitere Verlauf der Woche sollte für die Schüler ähnlich intensiv werden wie für die französischen Schüler in Wesel: Ein Abstecher an eine Kletterwand mit abschließendem Wettklettern, wobei sich einige Schüler als wahre Kletterkünstler bewiesen, eine Führung an der Loire, bei der die Besonderheiten der Loire erklärt wurden, ein Besuch der Stadt Tours, eine Besichtigung von Leonardo Da Vincis letzter Wirkungsstätte, dem Clos Lucé, in dem die Schüler eigenständig mit authentischen französischen Aufgaben das Schloss und den angrenzenden wunderschönen Garten erkundeten mit anschließender Freizeit im verträumten Städtchen Amboise. Gemeinsam mit den Austauschpartnern wurde die Strecke von Montlouis-Sur-Loire nach Tours mit dem Fahrrad an der Loire entlang bezwungen, um anschließend bei schönstem Sonnenschein die Stadt anhand eines Städtequiz‘ zu erkunden. Das Wochenende wurde wieder in den Familien verbracht: Schlösser wurden besichtigt, Freizeitparks besucht, gemeinsame Treffen verabredet, Städtetouren u.a. nach Paris unternommen, geritten und und und.

Nach einer intensiven Woche hieß es dann also wieder Au Revoir! Die Schüler fuhren mit vielen neuen Eindrücken und Erlebnissen zurück nach Wesel und sind nun an der Reihe, ihre individuelle Liste zum Thema Austausch zu erweitern.

Ann-Kathrin Westerhoff