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Artaban

Foto: Erwin Pottgiesser / FUNKE Foto Services

Vorhang auf für Artaban den Weisen

18.12.2015 NRZ Wesel. Im Konrad-Duden-Gymnasium stehen am Montag die Fünftklässler auf der Bühne. Der Weseler Nachwuchs hat bei der Generalprobe schon gezeigt, dass es eine tolle Vorstellung wird.

„Das ist ja noch viel cooler als bei uns damals“, tuscheln zwei Schülerinnen in der Aula des Konrad-Duden-Gymnasiums. Gerade läuft die Generalprobe für das Stück „Der Weise, der zu spät kam“. In den Rollen: die fünf fünften Klassen des Gymnasiums. Sechs Wochen haben sie geprobt, jetzt wird es langsam ernst, denn am Montag steht die Aufführung an – vor dann vollen Zuschauerreihen in der Aula.

Hans-Günther Bothe, Musik- und Religionslehrer, hat das Mikrofon in der Hand. Nur selten muss er die Probe unterbrechen. Hier noch mal die Position des Schauspielers ändern, dort noch einmal am Timing arbeiten. Manch einer muss noch etwas lauter sprechen. Ansonsten sitzt alles. Texthänger gibt es keine, Nervosität ist den Kindern nicht anzumerken. „Ich glaube, dass es eine der stärksten Aufführungen wird“, sagt Bothe. Und das soll was heißen, immerhin wird das Stück zum bereits 19. Mal vorgetragen.

Es handelt von Artaban, dem vierten Weisen, der sich aufmacht, um dem neu geborenen König in Bethlehem Geschenke zu bringen. Allerdings ist er immer zu spät, so dass seine drei Mitstreiter Caspar, Melchior und Balthasar ihm immer voraus sind. Ob Artaban am Ende den neugeborenen Erlöser finden wird?
Sechs Wochen geprobt

Die Szenen in dem Stück sind dabei auf die fünf Klassen verteilt. So sind auch die Hauptrollen immer wieder neu besetzt, und jedes Kind wird mindestens einmal auf der Bühne stehen. Gleich zu Beginn wird es für die elfjährige Mahika Patel und die zehnjährige Leonie Petzel ernst. Mahika spielt den persischen König, Leonie schlüpft in die Rolle von Artaban. Die vermeintlich größte Herausforderung? „Es ist durch die Scheinwerfer sehr hell und warm auf der Bühne“, sagt Leonie. Nervös sind die beiden nicht. „Ich freue mich schon, auf die Bühne zu gehen“, erzählt Mahika.

Sechs Wochen haben sie Texte gelernt und geprobt, jetzt wollen sie endlich vor Publikum spielen. In dem werden auch ihre Eltern sitzen und mitfiebern, wenn der Nachwuchs in die verschiedenen Rollen schlüpft.
Großes Finale mit allen Schülern

Sonja Großbölting ist eine der verantwortlichen Klassenlehrerinnen. „Es ist das erste große Projekt, das die Klasse gemeinsam angeht. Wir wollen Zusammenhalt und Selbstvertrauen der Schüler stärken“, erzählt sie.

„Eine Kollegin hat das Theaterstück an unsere Schule gebracht. Es kommt eigentlich aus dem englischsprachigen Raum“, erklärt Hans-Günther Bothe. Die Texte wurden ins Deutsche übersetzt, gesungen wird auf Englisch. Dabei unterstützt das Orchester von Dirigent Alfred Opel. Er sorgt neben der Bühne dafür, dass die Musiker, ältere Schüler und Lehrer, keinen Einsatz verpassen.

Hans-Günther Bothe sieht zufrieden aus, lächelt und organisiert. Noch einmal müssen alle auf die Bühne für das Schlussbild. Alle Fünftklässler gleichzeitig, da wird es kuschelig eng. Mahika und Leonie sind sich aber einig: „Auf das Schlusslied freuen wir uns am meisten.“

Info:

Die Aufführung beginnt am kommenden Montag, 21. Dezember, um 19 Uhr. Deutschlehrerin Sonja Großbölting rät aber, schon früh in die Aula zu kommen: „Schüler, Eltern und Ehemalige sind immer zahlreich vertreten. Wer einen guten Platz haben möchte, sollte rechtzeitig in der Schule sein.“

Obwohl der Eintritt zu dem Stück frei ist, freut sich die Schule über Spenden.

Mit viel Liebe zum Detail sind Bühnenbilder und Kostüme hergestellt worden. Auf kleine Neuerungen in der Choreographie dürfen sich die Zuschauer diesmal freuen.

Maximilian Laza

Quelle

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