Die Patinnen des Kochsalons


Sabine Schwarz-Schellewald und ihre Tochter Stefanie Schellewald, die beiden Initiatorinnen und Patinnen der Küche, leiten den Kochsalon ehrenamtlich (Ausnahme: Koch-AG).

Sie bieten den Schülern zahlreiche Angebote rund um das Thema Küchen- und Ernährungspraxis an, organisieren alles, betreuen die einzelnen Kochgruppen und unterstützen die Lehrer, die fachübergreifend mit ihren Klassen zum Kochen in den Kochsalon kommen.

Stefanie, die mittlerweile ihr Abitur gemacht hat und studiert, ist, wenn sie nach Wesel kommt, immer auch im Kochsalon aktiv und bereichert die Angebote darüber hinaus aus der Ferne mit neuen Ideen und Inspirationen aus ihrer Studienregion im Süden Deutschlands, der Grenzregion zur Schweiz, Österreich und Liechtenstein.

Die Schulküche liegt den beiden Patinnen sehr am Herzen. In Anlehnung an die Kochsalons der Gastronomie (z.B. in Hamburg oder Wien) soll diese mit ihren optimalen räumlichen Gegebenheiten und der tollen Ausstattung uns allen Raum zum gemeinschaftlichen Kochen und Essen in kleineren und größeren Gruppen in entspannter Atmosphäre und einem genussvollen Ambiente bieten.

Beim gemeinsamen Kochen werden immer auch Grundfertigkeiten und Grundtechniken eingeübt. Zusätzlich kann das in anderen Fächern erlernte Ernährungswissen dabei praktisch veranschaulicht und vertieft werden. Darüber hinaus ergibt sich meist auch ein reger Erfahrungsaustausch unter den Kochteilnehmern in Hinblick auf eigene Erfahrungen in Bezug auf eine gesunde Ernährung.

Die jeweils entstehenden Lebensmittelkosten werden auf die Teilnehmer umgelegt. Bei größeren Aktionen können wir immer wieder auch auf die großzügige Unterstützung durch lokale Erzeuger, Verarbeiter und den Lebensmittelhandel zählen.

Darüber hinaus hat unser Kochsalon noch viel mehr zu bieten: Die Möglichkeit immer wieder auf kulinarische Entdeckungsreisen zu gehen!

Durch Farben und Düfte und die dort vorhandenen Zutaten wie z.B. der Gewürze, Kräuter, Essige, Öle, bekannte und unbekannte Zutaten wird die Neugier und die Lust zum Kochen ebenso geweckt wie durch den Duft der zubereiteten Speisen, der in den angrenzenden Fluren umherschwebt und schon den ein oder anderen an der Küchentür klopfen ließ, der bis dahin noch gar nicht so viel mit Kochen am Hut hatte.

Wenn man den Ernährungsfachleuten glauben darf, lautet ihre Empfehlung an uns heute nicht mehr „Du bist, was du isst“, sondern „Du isst, was du bist“, soll heißen, dass das, was für den einzelnen gesund ist und ihm gut tut, von Mensch zu Mensch ganz unterschiedlich sein kann.

Um der Vielfalt unserer heutigen Essweisen bestmöglich gerecht zu werden, wird die klassische Menüfolge in der modernen Gastronomie immer mehr aufgehoben und macht einem fröhlichen „Balagan“, wie es eine österreichische Gastronomin formulierte, einem „sympathischen Chaos“ auf dem Tisch Platz, an welchem man sich zum gemeinsamen Essen einfindet. Dabei kommen die unterschiedlichen Speisen alle gleichzeitig auf den Tisch und jeder kostet entsprechend seinen Vorlieben davon. Gleichzeitig ist jeder aber auch immer wieder versucht, mal das zu probieren, was der andere mag. Schon kommt es zu Gesprächen über das Essen, die Zutaten, die Zubereitungsarten, eigene Essgewohnheiten und das Leben an sich… Ein solches fröhliches „Balagan“ ist es, was die Küchenpatinnen sich für den KDG-Kochsalon wünschen.

Auch mögen sie den heute noch immer aktuellen chinesischen Gruß „... Hast du heute schon gegessen?“, der ich China so verwendet wird, wie wir jemanden fragen „Wie geht’s?“ und der den besonderen Stellenwert symbolisiert, den das Essen heute noch in den chinesischen Familien einnimmt.

Diesen Gruß möchten die Patinnen gerne an alle herantragen und alle Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, deren Familien, unsere Freunde und Förderer und alle weiteren Interessierten zu vielen schönen gemeinsamen lehrreichen und genussvollen Kochstunden in unseren KDG-Kochsalon einladen.

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