1999 "Wir waren in Pskow"

19. - 29. September 1999 Im nächsten Jahr wird die Schulpartnerschaft zwischen dem Konrad-Duden-Gymnasium und der Schule Nr. 23 in Pskow / Russland zehn Jahre alt. Und im September dieses Jahres fuhr eine Gruppe von Schülern aus den 9-er- und 10-er-Klassen und der Jahrgangsstufe 11 zusammen mit der schon erprobten Russlandfahrerin Frau Anhuf, unserer ehemaligen Schülerin und längjährigen Austausch-Teilnehmerin Helena Kischka, der erfahrenen Gastmutter Frau Stock und mir nach Pskow, um den Besuch einer russischen Schülergruppe im März des Jahres zu erwidern. Dies war bereits unser sechster Besuch in der russischen Stadt. Zum ersten Mal fuhren Schüler nach Russland, die keinen Russisch-Unterricht hatten, die also in den Gastfamilien allein auf die Dolmetscherfähigkeiten ihrer Partner, auf Intuition, Fingerspitzengefühl und viel guten Willen auf beiden Seiten angewiesen waren. Nur einige Wochen freiwillige Russisch-Arbeitsgemeinschaft waren vorausgegangen, mit dem Kennenlernen der kyrillischen Schrift, dem Auswendiglernen von Minidialogen und dem Vertrautwerden mit einigen Besonderheiten des russischen Alltags. Unmöglich, sagt ihr? Wie soll das gehen: in den Familien, in der Schule, auf der Straße, in der fremden Stadt? Um es gleich vorwegzunehmen: es ging, und sogar gut! Die russischen Partner waren uns von ihrem Besuch im März noch sehr vertraut; so mancher von uns besuchte Freunde. Unsere russische Maschine flog zwei Stunden zu spät ab; da kam schon etwas Nervosität auf. Allen Unkenrufen zum Trotz verlief der Flug mit Pulkovo-Airlines dennoch problemfrei. In Sankt-Petersburg wurden wir von Katja, der Deutsch-Lehrerin Jekaterina Pawlowna Nikitina, die schon zweimal bei uns in Wesel war, erwartet. Es folgten fünf Stunden Busfahrt nach Pskow, etwa 30 Minuten vorbei an einer zweispurigen Autoschlange, die sich zurück nach Petersburg wälzte. Es war Sonntagabend, und die Petersburger kamen von ihren Datschen zurück mit Kartoffeln, Tomaten und Äpfeln für die nächste Woche. Es war schon mitten in der Nacht, als wir Pskow erreichten. Das hinderte viele unserer Gasteltern aber nicht daran, uns reichlich aufzutischen: sie hatten uns ja zwei bis drei Stunden früher erwartet. Außerdem ist eine reichhaltige Bewirtung Teil der russischen Gastfreundschaft, die wir noch häufig während unseres Aufenthaltes erfuhren. Vor allem die noch unerfahrenen Teilnehmer mussten die Herrschaft über ihren Teller aufgeben und bekamen trotz Protesten immer wieder aufs Neue aufgetragen. Am Montagmorgen trafen wir uns alle in der Schule, begrüßten alte Freunde und begleiteten unsere Partner in den Unterricht. An den beiden Vormittagen, an denen Unterrichtsbesuche angesetzt waren, konzentrierten wir uns auf den Deutsch- und den Englischunterricht, um die Verständnisschwierigkeiten so gering wie möglich zu halten. Am Nachmittag führte uns Helenas Freundin Mascha durch den Pskower Kreml und erklärte uns, dass Pskow eine der ältesten Städte Russlands ist und als solche auch einen Kreml besitzt, d.h. eine alte Burganlage mit wunderschöner, mehrkuppeliger Kathedrale, die schon von Weitem golden glänzt. Die Abende waren zur freien Verfügung; sie wurden in den Familien verbracht, man ging zu Freunden, man traf sich zu mehreren in einer anderen Familie, man ging spazieren. Für mich stand an diesem Montagabend ein Konzert auf dem Programm mit einem riesigen nordrussischen Folklore-Ensemble, das vielstimmige Gesänge, hinreißend choreographierte Tänze und aufwühlende Balalaika-Musik darbot. Der große Konzertsaal war dicht besetzt, auf den Gängen zwischen den Stuhlreihen drängten sich die Zuschauer. Die Künstler wurden frenetisch gefeiert. Der Dienstagnachmittag brachte uns nach einer einstündigen Busfahrt bis kurz vor die estische Grenze, nach Petschory, wo ein bedeutendes Höhlenkloster liegt. Die Mädchen, die keinen Rock trugen, konnten - nein: mussten - am Eingang einen ausleihen, ebenso wie ein Kopftuch. Derart verkleidet, stiegen sie und die beiden unverkleideten männlichen Teilnehmer, Malte und ich, in die stockfinsteren Höhlen ein, jeder eine echte Bienenwachskerze in der Hand. Der Mönch redete und erläuterte die Örtlichkeit mit allen heiligen Personen, die sie jemals besucht hatten, zwei Stunden lang, inklusive intensiver religiöser Unterweisung. Er vergaß auch nicht Iwan den Schrecklichen, der dem damaligen Abt erst den Kopf abschlug und ihn dann, von Reue erfasst, den langen Weg vom Tor bis zu den Höhlen auf den Armen trug. Zurück im Nachmittagslicht bewunderten wir die frischgestrichenen bunten Fassaden und Kuppeln. Am Mittwochmorgen machten wir uns mit großem Picknick auf die Vierstunden-Busfahrt nach Nowgorod - auf Deutsch: Neustadt -, eine der ältesten Städte Russlands, die uns im strahlenden Sonnenlicht des russischen Altweibersommers begrüßte. Die Führung machte uns mit einem weiteren Kreml vertraut, mit dem Denkmal "Tausend Jahre Russland" und seinen unzähligen berühmten Männern (und nur zwei Frauen!) aus Politik, Literatur und Wissenschaft, mit der Sophienkathedrale aus dem 12. Jhrt. und ihrer Bronzetür, die in Magdeburg gefertigt wurde und von der man nicht weiß, wieso sie nach Nowgorod gelangte. Auf einer Fußgängerbrücke überquerten wir den Fluss Wolchow und gingen durch das alte Kaufmannsviertel aus der Hansezeit mit seinen ungezählten kleinen Kirchen, die mit finanzieller Hilfe westlicher Hansestädte, also auch Wesels, wiederhergestellt werden. Im Anschluss daran besichtigten wir noch das Freilichtmuseum am Ilmensee mit Holzkirchen und Bauernhäusern. Nach soviel Architektur war es ein Höhepunkt, Bliny angeboten zu bekommen, Pfannkuchen mit Quark- bzw. Konfitüre-Füllung, eine Spezialität der russischen Küche. Sie sind köstlich! Der Donnerstag war wieder ein schöner, sonniger Tag. Am Morgen wanderten wir zum Miroschskij-Kloster am Fluss Welikaja. Es ist berühmt wegen seiner 700 Jahre alten Fresken, deren Farben - vor allem das Blau - an vielen Stellen noch immer sehr intensiv leuchten. In einer kleinen Seitenkapelle wurde seit 1996, als ich das letzte Mal in Pskow war, an der Decke das beeindruckend schöne Bildnis der Erzengels Michael freigelegt. Das Kloster lohnt wohl jedes Mal aufs Neue den Besuch. Am Freitagmorgen besichtigten wir ein Keramikwerk, in dem in Handarbeit Töpfe, Krüge, Teller hergestellt und mit traditionellen russischen Motiven bemalt werden. Maja und Malte durften sich auch mit dem Pinsel versuchen; ob ihre Teller allerdings in den Verkauf gelangten, ist nicht bekannt. Der Samstag und der Sonntagmorgen waren frei von gemeinsamen Unter-nehmungen. Erst um 15 Uhr trafen wir uns alle in der Aula der Schule zu einem Abschieds- und Freundschaftsabend: alle deutschen und russischen Schüler, ihre Eltern, die beteiligten Lehrer und einige russische Kolleginnen, die schon in Wesel gewesen waren. Die Gastgeber hatten Kuchen, Gebäck und Obst vorbereitet, die Samoware standen auf den Tischen und hielten heißes Wasser für Tee bereit. Eine kleine Gesangs- und Ani-mationsgruppe in traditionellen Kostümen spielte auf und sang zu einer Reihe von Gruppentänzen, zu denen wir "eingeladen" wurden und die dem Zusammensein eine lockere und fröhliche Atmosphäre gaben. Wir revanchierten uns mit Gedichten von Goethe und Kästner in deutscher Sprache und von Daniil Charms, die wir trotz unserer begrenzten Russisch-Kenntnisse alle gemeinsam vortrugen, tatkräftig unterstützt von unserer Russisch-Studentin Helena und ihrer langjährigen Partnerin Mascha. Nach drei Stunden trennten wir uns. Es wurden Geschenke überreicht, auch für Freunde und ehemalige Partner in Wesel. Wie gesagt: es war der Abschied, denn die nächsten zwei Tage in Sankt-Petersburg sollten wir ohne unsere russischen Freunde verbringen. Apropos Geschenke: sie spielen eine ganz große Rolle, wenn man mit Russen in Kontakt tritt. Das beginnt bei den Gastgeschenken, die sie mitbringen, wenn sie zu uns nach Wesel kommen. Das geht weiter mit den Geschenken, die man für daheimgebliebene Partner und Freunde mitnehmen muss, und endet mit den Geschenken beim Abschied in Pskow. Und dort in Pskow bekommt man eine Ahnung davon, was diese Geschenke eine russische Familie kosten. Kämt ihr auf den Gedanken, einem Freund das halbe Monatsgehalt zum Geschenk zu machen? Auf der anderen Seite hat es seine Tücken, mit dem russischen Partner auf Souvenirkauf zu gehen. Da kann es nämlich passieren, dass einem ein besonders schönes Geschirr oder eine handwerklich exzellent gearbeitete Lack-Schatulle gut gefällt, der Preis einem auch nicht zu hoch erscheint, vielleicht ist er sogar in unseren Augen erfreulich niedrig, und trotzdem muss man in diesem Augenblick vom Kauf Abstand nehmen, da der Preis für etwas nicht Lebensnotwendiges in russischen Augen untragbar hoch ist. Die extrem unterschiedlichen Lebenssituationen in unseren beiden Ländern erfordern besonders viel Fingerspitzengefühl, an das sich auch unsere Schüler im Verlauf dieser Reise gewöhnen mussten. Die mit dem Partner verbrachte Freizeit zwischen den gemeinsamen Programmpunkten - ein ganz besonders wichtiger Bestandteil des Austauschs - wurde sehr individuell ausgefüllt. Neben dem schon erwähnten Konzertbesuch sah meine Freizeit so aus: eine Geburtstagsfeier mit unvermeidlichem Essen und Wodka bzw. Kognac; der Besuch in einer Kneipe mit dem Charme eines Bahnhofkellers; eine Geburtstagsfeier mit Piroggen und Kartoffelplätzchen; der Besuch bei einer Hobbymalerin und Autorin von Kindergeschichten und Gedichten, mit Gesprächen über Literatur und den schädlichen Einfluss Amerikas auf Russland; ein Gang durch Pskower Geschäfte auf der Suche nach geeigneten Mitbringseln; der Besuch in einem Erholungsheim am Pskower See für Angestellte und Freunde der Russischen Zentralbank, wo es an nichts mangelte und die Sportgeräte westliche Spitzenprodukte waren; ein Besuch in der Banja, einer russischen Sauna, mit masochistischem Auspeitschen mit Birkenreisig (das Bier, das nicht mehr zum Aufguss über die heißen Steine benötigt wird, bleibt natürlich nicht ungenutzt); ein Besuch im Leninmuseum, wobei das für mich Interessanteste die alten Fotos von Pskow waren; der Besuch in einer Galerie, in der ein moderner Pskower Künstler ausstellte. Bei solchen Gelegenheiten ist man immer ganz intensiv mit seinem Partner und seiner Familie bzw. seinen Freunden zusammen und lernt sehr viel über das Alltagsleben in Russland. Am Montagmorgen nahmen wir Abschied von Pskow und unseren Partnern und Freunden und fuhren im Bus nach Petersburg zurück. Unser Quartier in Petersburg war das Hotel "Moskwa", direkt über einer Metro-Station. Das Wetter, das in den letzten Tagen in Pskow ein wenig gelitten hatte, zeigte sich von der besten Seite. Der Blick von der Kuppel der Isaaks-Kathedrale über die zweitgrößte Stadt Russlands war überwältigend. Ebenso das Angebot der Souvenirhändler an Hard-Rock-Café-Shirts mit kyrillischer Aufschrift. Nur nicht zu heiß waschen, Mädchen! Das reiche Angebot an Cafés und Schnell-Imbissen - natürlich auch des unvermeidlichen gelben "M"s - hat Petersburg seit ein paar Jahren nachhaltig verändert. Der anstrengende Stadtaufenthalt mit ausgedehnten Fußmärschen und Kirchen- und Museumsbesuchen kostet Kräfte, die wieder herzustellen früher so nicht möglich war. Wir jedoch konnten in ein kleines Lokal gehen, das brechend voll war, was immer ein gutes Zeichen ist. Nun gut, wenn man nicht seinen Privatdolmetscher bei sich hat, wird die Auswahl und das Bestellen der Gerichte Schwierigkeiten bereiten. Aber das Preis-Leistungs-Verhältnis für Deutsche war exzellent: Kiewer Hühnchen mit Pommes frites, Salat und einem Getränk kostete 53 Rubel, also 4,40 DM. Für Russen gilt natürlich eine andere Relation, vor allem, wenn es sich um Lehrer und andere Staatsbedienstete handelt, die zu den am schlechtesten - und noch dazu mit dreimonatiger Verspätung - bezahlten Gehaltsempfängern gehören. Wenn man davon ausgeht, dass eine Lehrerin - und es sind fast ausschließlich Frauen, die in diesem unterbezahlten Bereich arbeiten - ca. 900 Rubel verdient und den gegenwärtigen offiziellen Umtauschkurs von 1 : 12 zu Grunde legt, so errechnet sich ein Durchschnitts-Monatsverdienst von 75 DM. Eine Busfahrt kostet 2 Rubel, ein Brot 4-5 Rubel, eine Mahlzeit in einem Petersburger Schnellimbiss, wie gesagt, 53 Rubel. Man fragt sich, wie es die russische Familie mit zwei Verdienern im Normalfall (ca. 3000 Rubel) schafft, über die Runden zu kommen. Nun, zum einen hat sie beschlossen, keine Miete mehr zu bezahlen, und zum anderen hat sie eine Datscha, von der sie Gemüse und Obst bezieht. Es bleiben trotzdem viele Fragen ..... Es waren keineswegs nur Touristen im Lokal. Überhaupt hatten wir das Gefühl, dass sich Petersburg ungeheuer dynamisch entwickelt. Malte stellte fest, er habe noch nie so viele dicke westliche Autos gesehen. Der Newskij Prospekt, die Prachtstraße Petersburgs von 5 km Länge, sieht überall notwendige Renovierungen, neue Fassaden, Einrichtungen von westlichen Firmen und einen sehr lebhaften Straßenverkehr. Apropos Straßenverkehr: hier, auf dem Newskij Prospekt, bemerkten wir nur allzu deutlich, dass wir uns in einem Land befanden, in dem zur gleichen Zeit Krieg geführt wurde, und zwar im Süden Russlands, in Tschetschenien. Bombenleger bedrohten die russische Bevölkerung in den großen Städten mit "Ter-Akty", wie die Russen sagen, mit terroristischen Angriffen auf Wohnblocks, wobei in den letzten Wochen schon viele Menschen gestorben waren. Ein über längere Zeit nicht bewegtes Auto auf der Hauptstraße Petersburgs hatte bei der Miliz und dem Minenräumkommando für Aufgeregtheit gesorgt. Und wer von uns wollte sagen, er sei nicht beunruhigt gewesen? Auch in Pskow hatte uns dieser Krieg erreicht. Eine Pskower Division tat in Tschetschenien Dienst, und so wurde der Ukas ausgegeben, die Eingänge aller Wohnhäuser über 6 Stockwerke - also etwa der Hälfte aller Pskower Hochhäuser - seien rund um die Uhr zu bewachen, und zwar von den Bewohnern selbst: die Miliz war dazu außer Stande. Und das hatten wir natürlich auch mitbekommen, wenn Mama oder Babusch-ka nachts mit der Taschenlampe raus mussten. Ich war unendlich erleichtert, als wir unbeschadet wieder in Düsseldorf aufsetzten. Aber zunächst waren wir noch in Petersburg und sahen uns am ersten Abend Rossinis Oper "Der Barbier von Sevilla" an. Sprachkenntnisse waren nicht erforderlich, die Musik sprach für sich, und das Theater war herrlich plüschig. Der Dienstagmorgen war etwas nieselig, aber wir fuhren trotzdem zur Peter-Pauls-Festung, natürlich mit der Metro. In der Hektik des Einsteigens mit all den rein- und rausdrängenden Menschenmassen kam es nur ein Mal vor, dass es jemand nicht schaffte mitzukommen. Trotzdem war Annegret nicht verloren; sie wußte ja, nach wieviel Stationen sie aussteigen musste, als sie die nächste Metro nahm. Wir dachten, wir hätten alles gut durchgeplant; aber die Peter-Pauls-Kathedrale - wie alle Museen in Petersburg - ist jeden Montag und am letzten Dienstag im Monat geschlossen. Und es war der letzte Dienstag! Meine russische Kollegin Kira, die uns begleitete, wollte sich damit aber nicht abfinden. Als sie nach einer halben Stunde wiederkam, schlossen wir uns einer Gruppe von russischen Deutschlehrern an, die eine deutschsprachige Führung durch die Kirche bekam. Glück muss der Mensch haben! Die Kathedrale ist insoweit etwas Besonderes, als sie die Sarkophage aller russischen Zaren und ihrer Familienangehörigen aus der Roma-now-Dynastie beherbergt, seit dem letzten Jahr auch die des letzten russischen Zaren Nikolaus II., der von den Sowjets ermordet wurde. Ich führe unsere Schüler gerne zu der Plakette, die an den Zarewitsch Pawel Petrowitsch erinnert, einen Sohn Peters des Großen, der in Wesel zur Welt kam, dort aber schon einen Tag später starb, während sein Vater wohl gerade in Holland war; die Oper "Zar und Zimmermann" erinnert daran. Nach dieser außergewöhnlichen Besichtigung gingen wir zurück in die Stadt, vorbei an der Kirche des "Erlösers im Blute", die mit ihren gezwirbelten und bunten Kuppeln an die Basilius-Kathedrale am Roten Platz in Moskau erinnert. Ansonsten erinnert in dieser erst 300 Jahre alten Stadt, die sehr westlich wirkt, rein gar nichts an Moskau, und darauf war sie auch immer stolz. Nach dem üblichen Imbiss in dem uns schon bekannten Lokal führte uns Kira in die Ere-mitage, das Riesenmuseum an der Newa, das ehemalige Winterpalais der Zaren. Zwei Stunden lang streiften wir von Saal zu Saal, vorbei an unbegreiflich vielen Meisterwerken der Malerei aus aller Welt. Danach war Zeit zur eigenen Verfügung. Die günstigen Preise luden zum Shopping ein. Der letzte Abend wurde auf den Zimmern gefeiert. Am Mittwochmorgen brachte uns der bestellte Bus zum Flughafen. Beim Einchecken befürchteten wir wegen der vielen Geschenke Übergewicht, das teuer zu bezahlen gewesen wäre. Aber man ließ uns passieren. Nach zweieinhalb Flugstunden setzten wir ruhig in Düsseldorf auf. Eine erlebnis- und erfahrungsreiche Reise war zu Ende. Fazit der Schüler: ich bin dabei, wenn's wieder nach Pskow geht, in anderthalb bis zwei Jahren! Übrigens: wer einen russischen Briefpartner haben möchte, wende sich bitte an mich oder Frau Oschilewski. Wahrscheinlich kommt im nächsten Herbst wieder eine russische Gruppe zu uns; vielleicht ist ja ein Partner für euch dabei, den ihr dann beim nächsten Mal besuchen könnt. Wollt ihr? Von Ernst Gadow

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