2007 Allein durch Manhattan

 
 

WESEL/HAGERSTOWN Nach einem lan­gen Flug sind wir müde um 22 Uhr Ortszeit (3 Uhr morgens in Deutschland) in Hagerstown ange­kommen. Meine Gastfamilie hat mich freundlich empfangen. Ob­wohl ich eine Menge Fragen hatte, bin ich müde ins Bett gefallen.

Mein erster Schultag war interes­sant, aber sehr lang. Zum Mittages­sen gab es Pizza, Pommes oder Hamburger. Am Abend überraschte mich meine Gastfamilie mit einem Ausflug nach Ocean City, einer Stadt am Meer. Wir fuhren mit einer Kirchengruppe zu einer religiösen Veranstaltung, an der über 5000 Ju­gendliche teilnahmen.

Ein Schock auf der Straße

Auf der Hinfahrt hätte es fast ei­nen Unfall gegeben. Die Hälfte der Gruppe fuhr vor uns, als ihr Van plötzlich den rechten Hinterreifen verlor. Es gab einen ordentlichen Rumms, Funken sprühten und wei­ßer Qualm stieg auf. Meine Gast­mutter musste hart bremsen. Gott sei Dank behielt der Fahrer den Van unter Kontrolle. Niemand kam zu Schaden. Aber der Schock saß tief.

In Ocean City war es weniger ner­venaufreibend. Das Meer war zu kalt zum Schwimmen. Die Veran­staltung war zwar beeindruckend, aber ich bin aufgrund meines Jetlags immer wieder eingenickt. Ich habe noch keine gravierenden Unterschiede zu Deutschland festge­stellt. Die Autos sind größer, die Straßen breiter. Das Vorurteil, Ame­rikaner würden zu Fastfood neigen, hat sich größtenteils als wahr er­wiesen. Es gibt jedoch auch eine Menge gesunder Sachen wie Äpfel, Milch in Acht-Literflaschen und eine Menge Cornflakes. Dann ist unsere Gruppe nach Washington DC aufgebrochen. Wir haben das Kapitol, das Washington Memorial, das Weiße Haus und ein Museum besichtigt. Einen Tag waren wir in New York. Wir haben den Blick vom Empire State Building bei Nacht ge­nossen,  sind  durch den Central Park spaziert, haben uns das Broad­waymusical Mama Mia ange­schaut. An der Brooklyn Bridge hat­te ich meine Gruppe verloren und musste allein durch Manhattan laufen, um den Timessquare zu fin­den. Am Treffpunkt war alles wie­der okay.

Beim Treffen mit dem Bürger­meister wurden im Rahmen der Partnerschaft mit Wesel Bäume ge­pflanzt. Einige aus der Gruppe wur­den von einem Fernseh-Team in­terviewt. Wir wurden gefragt, wie wir über die USA denken. Es war wirklich toll, sich selbst in den Fernseh-Nachrichten zu sehen.

VON NIKLAS UNSENOS in RP vom 10.4.2007 

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