2007 Fx "This is our hometown"

 
 

STADTFÜHRUNG. Achtklässler des Konrad-Duden-Gymnasiums zeigten gestern Senioren aus dem englischen Felixstowe ihre Heimatstadt und erklärten ihnen die Besonderheiten auf Englisch.

WESEL. Ein wenig aufgeregt waren Janina und Larissa schon. Kein Wunder, schließ­lich hatten die Achtklässlerin-nen des Konrad-Duden-Gym­nasiums (KDG) gestern ihre Premiere als Stadtführerinnen. Und nicht genug damit, dass die beiden 14-jährigen Mädels fremde Leute durch ihre Hei­matstadt führten und ihnen Be­sonderheiten und markante Punkte zeigten, sie taten das auch noch auf Englisch. Janina und Larissa sind zwei von 14 KDG-Schülern, die mit Senio­ren aus Felixstowe eine Besich­tigungstour durch die Weseler Innenstadt unternahmen.

Im Englisch-Unterricht hat­ten die Achtklässler mit ihrem Lehrer Klaus Schoch eine Prä­sentation zum Thema „My hometown" (Meine Heimat­stadt) erarbeitet. Im Ratssaal des Rathauses hatten sie diese Bürgermeisterin Ulrike West­kamp gezeigt, die sofort begei­stert war. Gemeinsam mit ihr und den Aktiven der Partner­schaftsvereinigung Wesel-Fe-lixstowe entwickelten die Schüler dann die Idee, sich als Fremdenführer für die engli­schen Senioren zu versuchen, die derzeit zum Hansefest in Wesel zu Besuch sind.

In kleinen Gruppen spazier­ten die 60 Männer und Frauen gestern Mittag durch die In­nenstadt. Wer keine Lust hatte oder nicht mehr ganz so fit zu Fuß war, konnte sich alternativ die Präsentation der Schüler auf einer Leinwand in der Seniorenbegegnungsstätte im Bo­gen ansehen.

Die „Touristenführer" be­suchten mit den Senioren die St. Mariä-Himmelfahrt-Kirche, den Willibrordi-Dom, zeigten ihnen den Großen Markt und den Kornmarkt, das Rathaus und das Andreas-Vesalius-Gymnasium. „Wir ha­ben bei den Vorbereitungen für diese Tour selbst noch eine ganze Menge über Wesel ge­lernt", verriet Janina. Gemein­sam mit Klaus Schoch waren die Schüler die Strecke abgegangen und hatten Infos ge­sammelt.

Bei den Engländern kam die Führung bestens an. „Einfach brillant" fand Felixstowes ehe­malige Bürgermeisterin Doreen Savage die Idee. Und auch Paddy Stones war begeistert. „Das ist wahre Völkerverstän­digung", sagte der 71-Jährige, (gasch)

NRZ vom 27.10.2007

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