2012 25 Jahre Hagerstown

 

Von Nils Ebling in RP vom 30.10.2012

Wesel Seit 25 Jahren haben Schüler des Konrad-Duden-Gymnasiums und der North Highschool sowie der Williamsport Highschool in Hagerstown (USA) die Möglichkeit, im Rahmen eines Schüleraustauschs ihre Sprachkenntnisse zu erweitern und einen tiefen Einblick in die jeweils andere Kultur zu bekommen.
Gestern war es an der Zeit „Danke" zu sagen. Bei einem Empfang im Ratssaal sprach Weseis Bu?rgermeisterin Ulrike Westkamp zahlreichen Lehrern und Unterstu?tzern des Projekts ihre Anerkennung aus. Sie habe ku?rzlich bei einer Reise in die Partnerstadt Hagerstown erleben du?rfen, „wie eng die Freundschaft ist und auf welch festem Fundament sie steht". Dazu habe der Schu?leraustausch einen maßgeblichen Beitrag geleistet. Auch Connie Lenhart, die als Co-Präsidentin der „Hagerstown Wesel Sister City Affiliation" den Austausch seit Jahren unterstu?tzt, wurde von Ulrike Westkamp
mit einer Urkunde geehrt. Lobende Worte gab's fu?r Richard Wolsing. den Vorsitzenden der Partnerschaftsvereinigung WeselHagerstown, die den Austausch wohlwollend begleitet.

Erst Hochzeit, dann Austausch

KDG-Lehrer Karl Hömberg erinnerte an die Anfänge des Austauschs. Es war Mitte 1986, als er, kurzfristig als Stadtfu?hrer und Übersetzer angeheuert, Steven Sager, den damaligen Bu?rgermeister von Hagerstown, und seine spätere Frau Caroll Hirss bei einem Besuch in Wesel kennenlernte. Aus einer
Laune heraus entstand die Idee, die Hochzeit des Bu?rgermeisters einfach in Wesel zu feiern. CDU-Ratsmitglied Volker Haubitz war seinerzeit Trauzeuge. Als Caroll Hirss-Sager sich bei Karl Hömberg fu?r die Unterstu?tzung bedankte und wissen wollte, was sie fu?r ihn tun könne, fragte er: „Können wir mal mit einer Schu?lergruppe nach Hagerstown kommen?“ Die Idee des Schu?leraustauschs war geboren. „Ich habe die Gelegenheit beim Schopfe gepackt und bin glu?cklich, dass es viele Lehrer gibt, die diese tolle Sache weiterfu?hren“, so Hömberg.

Zu Tränen geru?hrt

Zu Tränen geru?hrt stellte Connie Lenhart fest, dass sich „all die harte Arbeit gelohnt hat“. Zahlreiche Freundschaften seien aus dem Austausch entstanden. Sie hoffe, auch das goldene Jubiläum in 25 Jahren noch mit allen Beteiligten feiern zu können. Kein Buch könne vermitteln, was die Schu?ler während des Austauschs lernen, sagt Connie Lenhart. „Wir leben heute in einer globalisierten Welt und mu?ssen uns alle bemu?hen, Barrieren zwischen
den verschiedenen Kulturen abzubauen.“


INFO
Bei Schu?lern beliebt
Auf Seiten des KDG wird der Austausch mit Hagerstown derzeit von den Lehrern Silke Ostermann und Claus-Dieter Schmidtke betreut. ln der Regel gibt es rund 20 Pläne, fu?r die sich rund 60 Schu?ler bewerben.

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