Inklusion am Konrad-Duden Gymnasium

Der Unterricht und unser Schulkonzept sind darauf ausgerichtet, der Vielfalt, Individualität und Unterschiedlichkeit der Schüler gerecht zu werden und sie in ihren Fähigkeiten und Fertigkeiten zu fördern. So können die Schüler bereits ab Klasse 7 einen eigenen Schwerpunkt durch die Wahl des bilingualen, naturwissenschaftlichen oder allgemeinbildenden Zweig legen.
Die Schüler mit einem besonderen Förderbedarf werden am Konrad-Duden-Gymnasium gemäß ihrem individuellen Unterstützungsbedarf entweder zielgleich oder zieldifferent unterrichtet.


Der zielgleiche Unterricht erfolgt nach dem gültigen Anforderungsprofil eines Gymnasiums mit dem Ziel der Allgemeinen Hochschulreife (Abitur). Hierbei erhalten die Schüler mit einem besonderen Förderbedarf zusätzliche Unterstützung durch Integrationshelfer, unsere Sonderpädagogin und unsere Schulsozialarbeiterin. Durch einen individuellen Nachteilsausgleich werden Einschränkungen minimiert.

Im zieldifferenten Unterricht werden die Schüler mit und ohne sonderpädagogischen Förderbedarf inklusiv im Klassenverband unterrichtet, wobei die Möglichkeiten zur Unterschreitung der Schülerzahl in Regelklassen im Rahmen der gesetzlichen Vorgaben genutzt werden (max. 25 Schüler pro Inklusionsklasse). Im Unterschied zu ihren Klassenkameraden unterliegen die Schüler mit einem sonderpädagogischen Unterstützungsbedarf nicht dem Anforderungsprofil des Gymnasiums. Der Unterricht findet in der Regel im Klassenverband als auch in gezielter Kleingruppenförderung mit der Sonderpädagogin statt.


Den Schwerpunkt des Inklusionskonzeptes bildet das Substantiv „Zugehörigkeit“. Dem Anspruch eines durchweg gemeinsamen Lernens kommen wir also nahe, er kann aber nicht konsequent und stringent erfüllt werden. Dies ist damit zu begründen, dass die Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf zum einen nicht überfordert werden, zum anderen die Chance erhalten sollen, lebenspraktisch (z.B. durch einen Hauswirtschaftsunterricht) zu lernen, um sie bestmöglich auf ihre Zukunft vorzubereiten.


Insofern gilt der Leitsatz:

So viel gemeinsam wie möglich, aber auch so viel getrennt wie nötig.

Die Fächer Mathematik und Englisch werden in den Inklusionsklassen der Jahrgangsstufen 5 und 6 parallel geblockt, sodass die Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf der fünften und sechsten Klasse in diesen Stunden entweder am Regelunterricht teilnehmen können (evtl. mit vereinfachten Aufgaben gemäß Hauptschulanforderungen; binnendifferenziert) oder von der Sonderpädagogin gezielt separat in einer Kleingruppe gefördert werden können (äußere Differenzierung).
Das Fach Deutsch und die Nebenfächer werden zieldifferent (in kleinen Ansätzen auch zielgleich – abhängig von den individuellen Kapazitäten der Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf) im Klassenverband unterrichtet. Ein wichtiges Stichwort bildet hier die Binnendifferenzierung. Nach Bedarf werden in Absprache mit der Sonderpädagogin die Unterrichtsinhalte auf die jeweiligen Kinder individuell zugeschnitten, sodass auch eine grundsätzliche Teilnahme am Regelunterricht möglich ist.

Herr Sieg

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