Neuer Caterer am KDG

- Beate Sünder (l), Schülerinnen-Mutter des KDG und frisch angestellt beim Caterer Stattküche, erlebte gestern einen Run auf Pizza Margherita. Aber auch vor dem Pastabüfett war richtig was los. rp-fotos (3): karin koster in RP vom 9.9.2011
Beim neuen Caterer schmeckt‘s
Seit gestern tischt die „Stattküche Münster" in der Mensa des Duden-Gymnasiums auf. Schüler sollen wieder Appetit aufs Schulessen bekommen. Menü-Wahl per Internet. Montag startet die Stattküche im AVG. Von Klaus Nikolai in RP vom 9.September 2011
WESEL Jeder weiß noch aus seiner eigenen Schulzeit, wie mittags nach dem Unterricht der Magen knurrt. Wie schön, wenn das, was da dampfend auf dem Tisch vor einem steht, auch noch richtig lecker schmeckt. „Ich finde, die Erbsensuppe ist einfach super - noch ein bisschen besser sogar als bei meiner Mutter“, sagt Martin Jonetzko aus der 5d. „Für mich eine glatte Eins“, sagt der Junge mit dem weizenblonden Schopf, der nun zum Nudelbüfett eilt, Spirelli und Tomatensoße aufhäuft und den zweiten Gang probiert. „Schön scharf, gut heiß, aber irgendwie weniger Tomaten drin als zu Hause. Aber man will ja auch mal einen anderen Geschmack haben. Eine Eins minus dafür."
Konzept: Schüler helfen mit
Das Angebot des neuen KDG-Caterers „Stattküche Münster“, der ab Montag auch im AVG auftischt, hat vom Start weg Schüler wie Lehrer gleichermaßen begeistert. Was Ute Fechner vom Vorstand des mit Schülern, Eltern, Rektoren beider Gymnasien und Verwaltungsvertretern besetzten Mensa-Vereins freut. „Schön, dass es allen schmeckt.“» Doch wirklich überrascht ist sie nicht. Hat sich der Träger doch bei der Auswahl des neuen Caterers größte Mühe gegeben,, um einen Trend in den Schulküchen zu stoppen. Denn unter dem bisherigen Anbieter „Der Hauskoch“ aus Wesel war die Zahl der mittags speisenden Schüler zuletzt eher rückläufig.
„Mir hat die Pizza heute sehr gut geschmeckt. Auch die Kinder aus meiner Klasse waren alle ganz begeistert“, sagt Lehrerin Kerstin Schopol, die nun wohl wieder öfter mittags in der Schule essen wird. Während die warmen Speisen in der Stattküchen-Filiale Bottrop gekocht, stark abgekühlt nach Wesel geliefert und in den Schulen in Heißluftöfen fertig gegart werden, bereiten Schüler-Mütter, die von der Stattküche beschäftigt werden, Salate und Desserts frisch zu.
Auch die Kinder werden in die Küchenarbeit einbezogen. „Im wöchentlichen Wechsel sorgen zehn Schüler dafür, dass die Büfett-Schalen immer gefüllt sind, und machen Mitschüler darauf aufmerksam, dass jeder seinen Teller und das Besteck abräumt“, sagt Ute Fechner.
Dass die Pizza Margherita (der Tiefkühlteig wurde in der Vorbereitungsküche frisch belegt) gestern der absolute Renner war, war für Stattküchen-Mitarbeiterin Ulla Einhaus (Münster) klar. „Das ist zum Start immer so. Aber weil es täglich ein Stück Pizza geben wird, werden die Schüler nach und nach zu unseren wechselnden Tagesgerichten greifen.“ Komplimente wie das von Martin aus der 5 d hat sie übrigens noch an keiner anderen Schule gehört. „Dass die Erbsensuppe so gut ankommt, wird unsere Köche freuen."
INFO: 3,30 Euro fürs Essen
Für 3,30 Euro pro Tag können sich die Schüler in der Mittagspause richtig satt essen. Viele Zutaten stammen aus regionalem Anbau, 20 Prozent in Bio - Qualität. An Terminals in den Schulen oder auch zu Hause per Internet können sich Schüler zum Essen in den Mensen anmelden. Problemlos kann am PC auch einen Tag vorher die Bestellung storniert werden.



