Sonne, Sand und Meer

- Der Literaturkurs des Konrad-Duden-Gymnasiums lud unter anderem auf eine Mördersuche auf ein Kreuzfahrtschiff ein und prangerte Umweltsünden an.
Sonne, Sand und Meer, das war es, was der Literaturkurs der Jahrgangsstufe 12 des Konrad-Duden-Gymnasiums auf die Bühne und in die Gedanken der Zuschauer bringen wollte. Dazu hatten Lehrerin Christine Walkenhorst und ihre Schüler einiges geplant: Filmcollage, Theaterstück und Sketche ebenso wie Gedichte und Balladen rund ums Thema Meer.
Eher besinnlich und ruhig ging es los, dann wurde es immer komischer und bunter. Einen vorläufigen Höhepunkt fand der Abend im Theaterstück, in dem sowohl ein Geschäftsmann als auch ein Poolboy einem heimtückischen Mörder auf einem Kreuzfahrtschiff zum Opfer fielen. In der Pause hatten die Zuschauer bei einem Glas Sekt Gelegenheit, den Mörder herauszufinden.
Anschließend wurde es wieder ernster. Demonstranten und Gedichte wiesen auf Umweltsünden hin und fanden damit im Publikum allgemeine Zustimmung. Aber auch eine Parodie auf „Sonnenklar-TV" kam gut an. Nach diesem abwechslungsreichen Abend genossen die Darsteller viel Applaus, während im Hintergrund Strandfotos aus ihrer Kindheit gezeigt wurden. Kira Latzke in NRZ vom 22.11.2007
Sonne und Strand
Sonne und Strand: Es durfte ein bisschen Meer sein
Ein Hauch von Sonne, Sommer, Meer und Strand wehte durch die Aula des Konrad-Duden-Gymnasiums. Für ihr Programm „Darf’ s ein bisschen Meer sein?" hatten die Schüler des Literaturkurses von Christine Walkenhorst der Jahrgangsstufe 12 den Saal auf maritim getrimmt. Liegestühle und ein Sonnenschirm weckten Erinnerungen an den letzten Urlaub. Am Bühnenvorhang pappten selbstgebastelte Fische und Wasserpflanzen. Sogar ein echtes Boot war in der Aula „vor Anker" gegangen. Als dann noch Meeresrauschen vom Band ertönte, konnte einen fast das Fernweh packen. Die Zuschauer blieben aber auf ihren Plätzen sitzen und hörten sich die literarischen Beiträge an, die die Schüler zum Teil selbst verfasst hatten.
„Die Urlaubsreise" erzählte in Reimform von kleinen Begebenheiten auf Reisen, die wohl jeder schon einmal erlebt hat. „Sonnenklar TV" war eine Persiflage auf Billigreisen. Die in der Werbesendung als „exklusives Schnäppchen" ngekündigte Traumreise entpuppte sich als Albtraum. Drastische Fotos enthüllten, was sich wirklich hinter den vollmundigen Versprechungen der Moderatorin (Anika Amerkamp) verbarg. Das „Meerchen" von Kira Latzke und Maike Nehnes erzählte die Geschichte des traurigen Meeres, das sich eines Tages vom Strand zurückzog, weil es von den Fischen nicht beachtet wurde, und so Ebbe und Flut erfand.
Ernste Themen sprachen Lea Ulland, Stefanie Vennemann, Miriam Rabeling und Tatjana Giese an, die als Umweltschützer eine Demonstration veranstalteten. Sie lieferten erschreckende Zahlen zur Verschmutzung der Meere. Auch Walfang und Überfischung wurden kritisch angesprochen. Im literarischen Teil trugen die Schüler auch Texte von bekannten Schriftstellern vor, darunter das „Seegespenst" von Heinrich Heine, „Strandgut" von Siegfried Lenz und Schillers „Taucher", der in Heinz Erhardts gleichnamigen Gedicht auf die Schippe genommen wurde.
Die Textbeiträge illustrierten die Schüler mit Hintergrundfotos der Leinwand. Florian Ebbers erhielt viel Applaus für Chopins „Ozeanetude" auf dem Klavier. Als Höhepunkt inszenierten die Schüler das selbst geschriebene Theaterstück „Mord auf hoher See". Der Poolboy wurde mit einem Baseballschläger erschlagen, und ein Passagier verschwand spurlos. Das Publikum durfte dem Detektiv bei der Tätersuche helfen. Wer richtig geraten hatte, konnte gewinnen.
Cornelia Krsak in RP vom 17.11.2007


