Abiturientenentlassung
Die Freude überwog bei den meisten KDG-Abiturienten

- Nach jahrelanger pädagogischer Reibung war es für den ersten Zentral-Abi Jahrgang am KDG Zeit, danke zu sagen. (Foto: Gerd Hermann in NRZ vom 11.6.2007)
ENTLASSFEIER. Trotzdem fanden viele der 84 Ex-Schüler: „Es ist schade, dass es vorbei ist."
CHRISTIAN CONSTEN in NRZ vom 11.6.2007
WESEL. „Ich bin froh, dass es geschafft ist, aber find' es schade, dass es vorbei ist." Lukas Nowak (19) konnte für alle 84 Absolventen sprechen, die Samstag bei ihrer Entlassfeier in der Aula des Konrad-Duden-Gymnasiums ihre Abiturzeugnisse in Empfang nahmen. Der erste Jahrgang, der ein Zentralabitur ablegen musste, hat dabei gute Ergebnisse erzielt. Die sollen auch nicht durch Mutmaßungen geschmälert werden, es sei vielleicht zu einfach gewesen, betonte Schulleiter Hansgerd Schott.
Dass ihr Verhältnis über die Jahre oft zu einer guten Zusammenarbeit gewachsen ist, zeigten Schüler und Lehrer am Samstag gern. Die Leistungskurse überreichten ihren Lehrern Geschenke, zum Teil als Anspielung auf die gemeinsame Zeit, und manchmal stand am Ende jahrelanger pädagogischer Reibung auch ein ganz persönlicher Dank - den drückte zum Beispiel Andreas Günzing seinem Lieblingslehrer <personname w:st="on">Werner Breitscheid</personname> aus.
Locker-lässig moderierte Konstantin Schmidt das Programm, das ein Sketch des Schülerkabaretts und ein musikalischer Vortrag auflockerten. Dabei boten den Schülern, Verwandten und Lehrern Johannes Bertin am Klavier und Sophie Schleußer an der Querflöte ein sehr schönes Duett.
„Aber die Freude überwiegt", waren sich Thilo Gröning (19) und Claus Michael (18) einig und stießen mit einem Gläschen Sekt an. Auch Anne Bossow (19) freut sich, obwohl sie sich von Wesel und den alten Freunden erst einmal (zumindest räumlich) weit entfernen wird: Neuseeland wartet, für ein halbes Jahr.
KDG: 20 Schüler mit Einser-Abi

- Können stolz sein auf ihre Leistung: 84 junge Frauen und Männer haben Samstagmittag nach 13 erfolgreichen Schuljahren das Konrad-Duden-Gymnasium mit dem Abschlusszeugnis verlassen. Am Abend ließen sie ihre Schulzeit beim feierlichen Abschlussball ausklingen. rp-foto: ekkehart malz in RP vom 11.6.2007
Konrad-Duden-Gymnasium verabschiedete 84 Schüler mit dem Zeugnis der Allgemeinen Hochschulreife. Beste Leistung: 1,0. Rektor Dr. Heinzgerd Schott lobte die guten Ergebnisse. Mehrere Schüler für Top-Leistungen und soziales Engagement ausgezeichnet.
VON MICHAELA BASTIAN in RP vom 11.06.07
WESEL 84 Schüler des Konrad-Duden-Gymnasiums (KDG) haben am Samstag im Rahmen einer feierlichen Abschlussfeier ihre Abiturzeugnisse entgegengenommen. Sage und schreibe 20 Abiturienten freuten sich über eine Eins vor dem Komma. Den Vogel schoss Katrin Vollbracht mit einer 1,0 ab.
Schulleiter Dr. Heinzgerd Schott betonte in seiner Rede, dass dieses „hervorragende Ergebnis" nicht aufgrund des angeblich so leichten Zentralabiturs, dessen Entwicklung nicht gerade reibungslos abgelaufen sei, sondern durch den Fleiß, den Eifer und die harte Arbeit der Schüler, sowie der Unterstützung der Lehrer zustande gekommen sei. Er ist sicher, dass seine Schüler ihren Weg gehen werden: „Qualität besteht weiter, wenn der Preis längst vergessen ist". Dieses Zitat von Henry Royce gab der Direktor den Abiturienten mit auf den Weg.
„Einzigartig in NRW"
Die Schüler bedankten sich ihrerseits bei den Lehrern. Besonders groß war der Dank des bilingualen Englisch-Leistungskurses bei Lehrer <personname w:st="on">Werner Breitscheid</personname>. „In seinem Unterricht war Platz für Fantasie und Kreativität, Theorie, Praktik, ernsthaftes Debattieren und freundschaftliches Diskutieren", so Kurssprecher Andreas Günzing. Resultat: „Wir hatten 14 Einsen in der Abschlussprüfung. Das ist, soweit wir wissen, in NRW einzigartig."
Bevor Bürgermeisterin Ulrike Westkamp ihre Glückwünsche überbringen konnte, lieferten Sophie Schleußer (Querflöte) und Johannes Bertin (Klavier) einen klassisch-musikalischen Einstieg in die Festlichkeiten. Tim Krupinski, Lyra Skusa und Ronja von Harten führten einen Sketch auf. Nachdem auch Oberstufenkoordinator Klaus Thomä und Hausmeister Jürgen Oesterwind die Abiturienten beglückwünscht hatten und der nun ehemalige Stufensprecher Tim Krupinski eine Bilanz der Schulzeit zog, wurden die Zeugnisse ausgeteilt. Einige Abiturienten wurden für besondere Leistungen geehrt.
Katrin Vollbracht wurde als Kursbeste des Französisch-LKs mit dem Apollinaire-Preis von der Robert-Bosch-Stiftung gewürdigt. Anne Bossow bekam einen Preis für ihre Leistungen im Fach Chemie, Christian Schumann für Top-Leistungen in Physik. Für die langjährige Mitarbeit im Schulsanitätsdienst wurden Helena Dreyer, Simone Komescher, Marina Mäteling und Britta Görtzen belobigt. Geehrt wurden außerdem Lyra Skusa und Almut Stegemann für ihre Engagement im Zirkus Butterfly.

