Rätsel um Mugnog

- Aus RP vom 28.2.2004; RP-Foto: Koster
Theater-AG der Unterstufe
WESEL. Kräftiger Beifall der begeisterten Zuschauer war der Lohn für die zehn Nachwuchsschauspieler, die Donnerstagabend in der Aula des Konrad-Duden-Gymnasiums (KDG) das Stück vom „Mugnog" auf die Bühne gebracht hatten. „Das Stück soll Kindern beibringen, nicht autoritätsgläubig zu sein", sagte Ute Pürschel, Leiterin der KDG-Theater AG. Seit den Herbstferien hatte sie mit den Schülern (überwiegend Fünftklässler) jeweils einmal wöchentlich an dem Stück gearbeitet. „Die Proben waren manchmal ganz schön anstrengend, haben aber Spaß gemacht. Und zum Glück ist durch die Generalproben viel Unterricht ausgefallen", erzählte Hauptdarstellerin Lea Schmid, die das Mädchen Pam spielte. Kostüme stammten aus dem Fundus der Schule, die Requisiten bastelte die AG Werken. „Sogar eine Kanone wurde für uns gebaut", schwärmte eine Schülerin. Aber die Arbeit hat sich wirklich gelohnt.
Und die Zuschauer wissen nun, was ein „Mugnog" ist: eine einfache Holzkiste, die Pam (Lea Schmid) und Tom (Anna Sauerland) aus Langeweile zu ihrem Spielzeug ernennen. Die Geschwister besuchen in den Ferien Onkel und Tante, die Mackepeters. Doch richtige Urlaubsstimmung kommt nicht auf, denn im Haus wohnt auch Herr Schmurks, der sich über den Krach beschwert. Die Mackepeters rätseln mit Herrn Schmurks, wer oder was denn dieser Mugnog ist, von dem die Kinder dauernd reden, und werden von Tom und Pam gewaltig auf die Schippe genommen. Nach etlichen Versuchen, den Mugnog zu finden, schalten sie verzweifelt die Polizei, den Bürgermeister, den General samt seiner Kanone und den Minister ein. Endlich gelingt es, den Mugnog zu zerstören, was Tom und Pam jedoch nicht betrübt. Sie haben schon einen neuen Mugnog gefunden - ein altes Ofenrohr. Ende gut, alles gut: Die Erwachsenen durchschauen das Spiel schließlich doch noch. Für die Darsteller gab's nicht nur viel Applaus, sondern auch ein dickes Lob von Ute Pürschel.
MARION MÜLLER VOM BERGE

