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Ute Schäfer im KDG

Fotos: Karl Hömberg

KONFERENZ / Bildungspolitische Diskussion mit NRW-Schulministerin Ute Schäfer im KDG.  NRW-Schulministerin Ute Schä­fer war zu Gast im KDG.

WESEL. Die neue Reihe päd­agogischer Konferenzen des NRW-Ministeriums für Schule, Jugend und Kinder machte ge­stern in Wesel Station. Im Kon­rad-Duden-Gymnasium (KDG) diskutierte NRW-Schulministerin Ute Schäfer aktuelle bildungspolitische Entwicklungen mit Schullei­tern, Lehrern, Schülern, Eltern sowie Vertretern aus der Wirt­schaft, der Jugendhilfe, der Ar­beitsverwaltung und den Kin­dergärten.

120 Teilnehmer aus Wesel und Umgebung waren der Ein­ladung gefolgt und von der her­vorragenden Organisation durch das KDG begeistert. Sie setzten sich in sechs Arbeits­gruppen mit den Themenfel­dern „Schule und Jugendhilfe", „Neue Förderkultur zur Siche­rung von Chancengleichheit" und „Selbstständigkeit" aus­einander, um die Ergebnisse anschließend der Schulmini­sterin zu präsentieren.

Bevor sich Schäfer zu den Anregungen äußerte, nahm sie noch einmal zur jüngsten OECD-Studie Stellung. Darin war der deutschen Bildungspo­litik ein schlechtes Zeugnis ausgestellt worden. „Die prä­sentierten Daten stammen aus dem Jahr 2001, aus der Zeit, in der die Ergebnisse der ersten Pisa-Studie veröffentlicht wur­den", sagte die Ministerin. „Seither haben wir einiges auf den Weg gebracht. Es ist viel passiert."

Schäfer sprach von der Stär­kung der frühkindlichen Erzie­hung, der offenen Ganztags­grundschule als Beispiel für ei­ne gute Kooperation von Schu­le und Jugendhilfe, der Not­wendigkeit, die Ergebnisse der schulischen Arbeit transparent zu machen, und forderte die Schulen zur Umsetzung von nationalen Standards, aber

auch zu größerer Selbststän­digkeit auf. „Es soll der Schule überlassen werden, mit wel­chen Methoden diese Stan­dards erreicht werden."

Heinz-Gerd Schott, Leiter des KDG, wies darauf hin, dass vor allem im bilingualen Be­reich „sehr projektorientiert" gearbeitet werde. Er sprach die Fächer Geschichte und Politik an. Stichwort Politikunter­richt: Schott bestätigte, dass dieser für Neunt-klässler tur­nusmäßig nicht vorgesehen ist -die Alters- und Zielgruppe, die jetzt auch zur Kommunalwahl zugelassen ist.

Schäfer verwies darauf, dass notwendiges Wissen auch im Deutschunterricht vermittelt werden könne. Außerdem sei­en im Vorfeld der Kommunal­wahl alle Schulen angeschrie­ben worden, die örtlichen Bür­germeisterkandidaten einzula­den. Das KDG ist dem Hinweis mit einer Podiumsdiskussion gefolgt.

Bei der Präsentation der Er­gebnisse der Arbeitsgruppen war die Forderung nach einem verbesserten Dialog der ver­schiedenen Institutionen un­tereinander ein großes Thema. Schäfer rief in diesem Zusam­menhang zu Bündnissen für Erziehung auch auf kommuna­ler Ebene auf.