NRZ, 18.02.2026, von Anna Scherkl, Volontärin
Wesel. Die 7D des Konrad-Duden-Gymnasiums kämpfte bei einer Quizshow um den Titel „Die beste Klasse Deutschlands“. Wie sich die Klasse schlug.

© FUNKE Foto Services | Rainer Hoheisel
Ein großer Auftritt für die 7D des Konrad-Duden-Gymnasiums: Sie war bei der KiKa-Quizshow „Die beste Klasse Deutschlands“ dabei. In einem auf Youtube gestreamten Fernbattle mit drei anderen Schulen aus der Region kämpften sie um den Einzug in die dritte Runde des Wettbewerbs und darum, den nächsten Schritt in Richtung Klassenfahrt nach Prag zu erreichen.
Die 7D aus Wesel tritt gegen drei weitere Klassen im Fernduell an
Am Tag des Duells liegen die Nerven bei den Weseler Schülern blank: „Es war hier so unruhig und laut, dass ich alle noch einmal kurz auf den Schulhof schicken musste“, wird sich Klassenlehrer Alexander Schönefeld hinterher erinnern. Für den Wettbewerb nehmen der zwölfjährige Ahmad und der dreizehnjährige Lennart, ausgestattet mit einem Headset, ganz vorne Platz. Der Rest der Klasse sitzt hinter ihnen auf Bänken. Und dann ist die Klasse 7D auch schon live dabei. Los geht es mit einer Schnellraterunde. Es gilt, Aussagen als Fakt oder als Fake einzuordnen. „Ist Quarz ein Metall?“, fragt die Moderatorin die 7D. Lennart weiß sofort: „Das ist fake, Quarz ist ein Gestein.“
Es folgen weitere Quizrunden. Die 7D weiß einiges, aber die Konkurrenz ist stark. In der Zwischenzeit fällt die Klasse auf den vierten Platz zurück. Doch als Lennart und Ahmad bei einem Bilderrätsel als einzige die richtige Antwort aufschreiben, können sie ordentlich Punkte aufholen. „Das war wirklich der Moment, an dem wir alle noch einmal Hoffnung hatten“, erinnert sich Alexander Schönefeld.

© FUNKE Foto Services | Erwin Pottgiesser
Es wird noch einmal spannend. Sie retten sich in die nächste Quizrunde und können auch hier wieder die richtige Antwort liefern. Leider wissen auch die anderen verbleibenden Klassen die Lösung – und der Punkteabstand ist schließlich zu groß. Die 7D muss sich gegen die Klasse 6B aus Schwelm und die Klasse 7C aus Ochtrup geschlagen geben. Letztere kann sich dann im Finale das Ticket für die Wochenshows in Erfurt sichern. In der Zukunft werde sich die Klasse vielleicht trotzdem über ihre Teilnahme und den stolzen dritten Platz freuen können, „gerade überwiegt aber noch die Enttäuschung“, gesteht Klassenlehrer Alexander Schönefeld.
Als Trostpreis gibt es Geld für die Klassenkasse
Ein Trostpflaster gibt es aber für die 7D: Für ihre Teilnahme an dem Fernbattle bekommt sie 200 Euro für ihre Klassenkasse. Wofür sie das Geld verwenden wollen, werde die Klasse jetzt miteinander besprechen. „Wir werden irgendetwas zusammen machen, vielleicht Eis essen oder ins Kino gehen. Da werden wir schon etwas Schönes finden“, ist sich Schönefeld sicher.
Die Idee zur Teilnahme an der KiKa-Show hatte der zwölfjährige Ahmad Adebayo: „Ich schaue die Sendung immer mit meiner Familie“, erzählt er. Als er dann im vergangenen Herbst einen Link zu dem Format in die Klassengruppe auf Whatsapp schickte, waren seine Mitschüler direkt Feuer und Flamme.
Und auch Klassenlehrer Alexander Schönefeld ließ sich von seinen motivierten Schülern schnell von der Idee überzeugen. Mittels eines Formulars meldete er seine Klasse an – die daraufhin an der ersten Runde teilnehmen durfte. 300 Fragen mussten seine Schüler in einem Online-Quiz beantworten. Dafür blieben sie sogar noch nach Unterrichtsschluss: „Einen ganzen Nachmittag haben wir hier gesessen und die Fragen beantwortet“, erinnert sich Schönefeld. Und das zahlte sich aus: Die acht Klassen mit den meisten richtigen Antworten in Westdeutschland qualifizierten sich für die zweite Runde – die 7D des Konrad-Duden-Gymnasiums konnte sich den fünften Platz und damit den Einzug ins Fernduell sichern.
Trotz des hohen Aufwands ist Schönefeld auch nicht abgeneigt, irgendwann noch einmal mit einer Klasse an dem Wettbewerb teilzunehmen: „Es war schon echt spannend, es gab ordentlich Nervenkitzel.“ Wer weiß, vielleicht steht die Teilnahme an der nächsten Quizshow bereits vor der Tür: „Ein paar Schüler haben sich schon nach ähnlichen Wettbewerben erkundigt“, erzählt der Klassenlehrer schmunzelnd.
