Am vergangenen Dienstag war der Schriftsteller Markus Orths zu Gast am Konrad-Duden-Gymnasium. Er las aus seinem Roman „Die Enthusiasten“ vor und wurde anschließend von Schülerinnen des Deutschleistungskurses von Frau Schneider interviewt. Die Fragen und Anmerkungen ergaben sich aus der Besprechung des Romans im Unterricht und somit bot sich eine einmalige Gelegenheit für die Schülerinnen und Schüler, Antworten direkt von Orths selbst zu erhalten und mit ihm in den Austausch zu gehen.

„Die Enthusiasten“ behandelt das Leben des Jungen Vincent Bär und seinen Weg zum Schriftsteller. Im Mittelpunkt der Lesung stand jedoch eine allgemeine Kernfrage: „Was macht die menschliche Aktivität im Zeitalter der KI unersetzlich?“ Markus Orths erklärt, es sei der Prozess!

Auch im anschließenden Interview erläuterte der Autor seinen persönlichen Schreibprozess. Für ihn sei der Prozess des Schreibens mindestens genauso wichtig, wenn nicht wichtiger als das Ergebnis. Er empfinde das Gefühl beim Schreiben so, als würden die Figuren ihn an die Hand nehmen und das Geschehen mitentscheiden. Dies spiegelt er auch in seinem Roman, als die Mutter des Hauptcharakters Vincent Bär ihm erklärt, dass er beim Schreiben nicht wie beim Schwimmen an der Oberfläche bleiben solle, sondern beim Schreiben ertrinken müsse.

Sein Enthusiasmus für dieses Buch spürte man ebenfalls, während er einen Ausschnitt aus „Die Enthusiasten“ vorlas. Er verlieh den verschiedenen Charakteren einen starken Ausdruck und brachte ihre Gefühle eindrucksvoll zum Ausdruck.

Fotos: Linus Low und Siyu Guan

Demnächst ist Markus Orths neustes Buch „Die Enthusiasten“ als mehrteiliges Hörspiel im Bayrischen Rundfunk zu hören.

(Text: Maria Kemper und Siyu Guan)