NRZ, Wesel, 06.09.2026
Wesel. Das Treffen sollte „schöner, größer und bunter“ werden. Ehemalige und die Schule hatten es intensiv geplant. Die Erwartungen wurden übertroffen.

Fast ein Jahr lang hatten sich die Organisatorinnen und Organisatoren auf das Ehemaligentreffen im Konrad-Duden-Gymnasium vorbereitet. Mit der Menschenmenge, die am Freitagabend in die Pausenhalle strömte, hatte dann aber doch keiner gerechnet. „Wir sind absolut überwältigt“, sagte Frank Höpken, der das große Wiedersehen am KDG gemeinsam mit Julia Schulters, Ellen Bulten und der Schulleitung in der Aula des KDGs organisiert hatte. In diesem Jahr hatten sich ehemalige Schülerinnen und Schüler vorgenommen, die Veranstaltung noch „schöner, größer und bunter“ zu gestalten.
350 Gäste im KDG in Wesel zum Ehemaligentreffen
Der Plan ging auf: Mehr als 350 Ehemalige waren der Einladung in die Aula des Gymnasiums gefolgt. „Wir haben sogar Gäste, die extra aus der Schweiz und aus Irland eingeflogen sind, nur um heute Abend dabei zu sein“, erzählte Julia Schulters.
Schon bei der Anmeldung, dem „Klassenbucheintrag“ lagen sich die ersten ehemaligen Schülerinnen und Schüler in den Armen. „Du hier?“ „Ich glaube es ja nicht!“ „Bist du etwa…?“ hörte man im wilden Stimmenwirrwarr vor der Aula. Besonders schön: Fast alle Abi-Jahrgänge von 1971 bis 2025 waren vertreten.
„Da war doch früher der Kunstraum“
Kein Wunder also, dass auch die Führungen durch die alte Schule auf großes Interesse stießen. „Viele waren mehr als 25 Jahre nicht mehr hier“, erzählte Schulleiterin Karen Schneider, die die ehemaligen Schülerinnen und Schüler höchstpersönlich durch ihre alte Penne führte. Dabei staunte mancher Ex-KDGler nicht schlecht: „Ihr habt jetzt eine Mensa?“ „Da war doch früher der Kunstraum!“ „Und wo ist eigentlich unsere Abiwand?“
Einige Fragen konnten auch die ehemaligen Lehrerinnen und Lehrer beantworten, die der Einladung zum KDG gefolgt waren. Der ehemalige Englischlehrer Karl „Charlie“ Hömberg nahm die Gäste in seiner „Charlie und die Schulfabrik“ bei schummrigen Licht und Wohnzimmeratmosphäre in Empfang, erfüllte Fotowünsche und schwelgte mit seinen ehemaligen Kolleginnen und Kollegen in Erinnerung.
Biolehrer doch nicht vom Affen gebissen
Beim „Älter(n)sprechtag“ wurden ehemalige Lehrkräfte per „Speeddating“ interviewt. Julia Schulters gelang es, kleine Anekdoten zu entlocken und hartnäckige Gerüchte zu prüfen. So konnte die Mär, dass ein ehemaliger Biolehrer einst vom Affen gebissen worden sei, endgültig widerlegt werden.
Bei Nostalgie-Getränken aus der „Kopfschmerz-Klause“, die Mixgetränke anbot, die einst auf Klassen- und Kursfahrten eingeschmuggelt wurden, konnten viele alte Geschichten erzählt und Kontaktdaten ausgetauscht werden. Gut so, finden die Veranstalter, denn spätestens für nächstes Jahr haben sich viele Ehemalige wieder verabredet: Dann wird das Ehemaligenfest am Freitag, 3. September 2027, wieder im Konrad-Duden-Gymnasium Wesel stattfinden. „Save the date!“, sagen Julia Schulters, Ellen Bulten, Frank Höpken und die Schulleitung des KDG.
